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M.
L. A. I. C.
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Gegründet:
1971
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Muzzle
Loading Association International Commitee
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SATZUNG
UND WETTKAMPFREGELN
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geändert
am 15. August 2000
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100 - Zusammensetzung des MLAIC
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110 -
Der Name der Organisation ist "Muzzle Loader Association International
Committee" und wird in diesem Dokument immer "MLAIC" genannt.
Die Ziele des MLAIC, wie sie anläßlich der Gründungsversammlung am 20. Juni
1971 beschlossen wurden sind:
- Das öffentliche
Interesse an alten Waffen dadurch zu fördern, indem diese in weitestgehend
originalgetreuer Art und Weise geschossen werden.
- Alle
Änderungen zu verhindern, die geeignet sind, den Wert der alten Waffen
zu ruinieren; sachgerechte Reinigung und Reparatur zu fördern, um alte
Waffen vor Zerstörung und irreparablen Veränderungen zu schützen.
- Förderung
der Forschung über alte Waffen und Schießmethoden.
- Wettkämpfe
zu organisieren, Schießregeln aufzustellen, Ergebnisse zu veröffentlichen,
Pokale und Meisterschaftstitel zu vergeben, alle Fragen bezüglich der
Regeln zu klären, usw.
Nachsatz
: Es ist klar, daß MLAIC Schützen ein aktives Interesse an der historischen
Vergangenheit der Feuerwaffen und zum Schießen haben. Für Schützen
die nur Interesse am Schießen haben und unwillig sind zu lernen,
ist kein Platz in den MLAIC Wettbewerben.
111 -
Die offizielle Sprache des MLAIC ist Englisch, die Organisation unterliegt
dem Englischen Gericht.
120 - Mitglieder
des Komitees
121 -
Nominierung
Die nationale Vereinigung, die durch das MLAIC anerkannt wurde, nominiert
ein offizielles Komiteemitglied. Alle Korrespondenz, Anmeldung zu Meisterschaften
usw. erfolgt über diesen Delegierten.
122- Delegierte
Der Delegierte kann wechseln, die nationale Vereinigung bleibt aber dieselbe,
bis diese Vereinigung offiziell und förmlich das MLAIC über einen Wechsel
der Repräsentanz informiert.
123 - Repräsentanz
Das Komitee kann keinen einzelnen Verein als Repräsentanten für eine Nation
akzeptieren, sondern nur eine Vereinigung von Vereinen. Falls diese Vereine
keine Vereinigung bilden können, wäre es Aufgabe der Nationalen Olympischen
Vereinigung, diese Repräsentanz zu übernehmen.
124 - Korrespondierende Mitglieder
Wie anläßlich der Sitzung 1973 beschlossen, wird ein Unterschied gemacht
zwischen „Mitgliedern“ die an den Versammlungen und intern. Meisterschaften
teilnehmen, und „Korrespondierenden Mitgliedern“, die lediglich an deren
Aktivitäten interessiert sind oder gerade mit dem Vorderladerschießen
beginnen. Nur „Mitglieder“ können über Regeländerungen abstimmen.
125- Ehrenmitglied
Der Titel „Ehrenmitglied des MLAIC“. kann durch das Komitee an verdiente,
zurückgetretene Komiteemitglieder verliehen werden.
130 - Organisation
des Komitees
131- Präsidentschaft
a) Die Präsidentschaft obliegt der die nächste Weltmeisterschaft organisierenden
Nation (vom Tag nach der vorhergehenden Weltmeisterschaft bis zum letzten
Tag der Weltmeisterschaft). Präsident ist der Präsident der nationalen
Schützenvereinigung, bzw. Vereinigung der Vorderladerschützen.
Vizepräsidenten
Die Vizepräsidentschaften obliegen den die nächsten Zonenmeisterschaften
organisierenden Nationen (vom Tag nach der vorhergehenden Zonenmeisterschaft
bis zum letzten Tag der Zonenmeisterschaft). Vizepräsidenten sind die
Präsidenten der nationalen Schützenvereinigungen, bzw. Vereinigungen der
Vorderladerschützen.
b) Die Vizepräsidentschaften obliegen der die nächsten Zonenmeisterschaften
organisierenden Nationen (vom Tag nach der vorhergehenden Zonenmeisterschaften
bis zum letzten Tag der Zonenmeisterschaft).
Vizepräsidenten sind die Präsidenten der nationalen Schützenvereinigungen,
bzw. Vereinigungen der Vorderladerschützen.
132 - Generalsekretär
Der Generalsekretär wird beim Ende der Sitzung anläßlich
einer Weltmeisterschaft gewählt.
133 - Kostenumlage
Ab 1978 werden die Ausgaben für die Post des Generalsekretärs durch eine
jährliche Umlage gedeckt die bei der Sitzung des Komitees zu entrichten
ist. Eine Nation die den Betrag ein Jahr ausständig hat wird von
der MLAIC ausgeschlossen.
134 - Die Reisekosten des Generalsekretärs und des Internationalen
Koordinators, Auto/Flugzeug und die Hotelkosten, sind durch die Nation
zu tragen, die die Meisterschaft ausrichtet. Ausgenommen, durch eine niedrigere
Teilnehmerzahl würde es finanziell nicht tragbar sein.
140 - Tagung
des Komitees
141-Zusammenkunft
Das Komitee tritt anläßlich von Weltmeisterschaften zweimal zusammen:
- Technische
Besprechung : Für technische Instruktionen für die Mannschaftsführer,
Auswahl der Mitglieder der Waffenkontrolle, Kampfrichter, Auswerter
usw., Zeitplan der Meisterschaft, Transport usw.
- Tagung
des Komitees : Vor Beginn der Wettkämpfe, von 14.00 bis 18.00 Uhr,
zur Be-sprechung der Tagesordnung. Die Tagung des Komitees soll bis
spätestens 23.00 Uhr beendet sein.
142 - Aufgaben
Das Komitee entscheidet über die nächste Meisterschaft, Fernwettkämpfe usw.,
Aufnahme neuer Mitglieder, Höhe des jährlichen Beitrags usw. und Regeländerungen
(die aber erst im Folgejahr in Kraft treten).
143 - Tagesordnung
Die Tagesordnung muß vom Generalsekretär allen Delegierten mindestens
drei Monate vor der nächsten Sitzung übersandt werden, um ihnen die Möglichkeit
zu geben, diese innerhalb ihrer Organisation zu diskutieren. Anträge
müssen dem Generalsekretär mindestens vier Monate vor der nächsten
Sitzung gesendet werden.
144 -
Abstimmung
Alle Beschlüsse
müssen mit 2/3 Mehrheit getroffen werden; jede Nation hat EINE Stimme.
Eine Stimmenthaltung wird nicht für die 2/3 Mehrheit gewertet. Falls ein
Mitglied nicht an der Sitzung teilnehmen kann, kann es einen Vertreter
mit vollem Stimmrecht entsenden, per Post abstimmen oder seine Stimme
einem anderen Mitglied übertragen. Ein Delegierter darf nur eine zusätzliche
Stimme übertragen bekommen. Über Punkte, die nicht in der Tagesordnung
enthalten sind, kann nicht abgestimmt werden.
145 - Unterlagen
für die Sitzung
Alle Delegierten
müssen Abstimmungsunterlagen erhalten. Diese während der Sitzung mit den
korrigierten Entscheidungen ausgefüllten Unterlagen bilden das Protokoll.
146 -
MLAIC Kommission
Eine Kommission bestehend aus sechs Delegierten, studiert und bearbeitet
die MLAIC Regeln.
147 -
Die Delegierten informieren das Kommitee über die Daten.
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200
– Weltmeisterschaften und Zonen Meisterschaften
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201 -
Meisterschaften
- Die Weltmeisterschaft
wird alle zwei Jahre abgehalten, vorzugsweise zwischen dem 1. Juli und
dem30.September.
- Regionale
Meisterschaften werden, wenn möglich in den Zwischenjahren abgehalten.
Zone A : Europäische Zone (Europäische u. Skandinavische Länder)
Zone B : Pazifische Zone (Australien, Asien, Nord u. Südamerika,
Orient und Südafrika)
- Rekorde
: Weltrekorde können nur bei Weltmeisterschaften aufgestellt werden.
Als Zonenrekord wird das höchste Ergebnis eines Zonenschützen bzw. einer
Mannschaft gewertet, das bei einer Weltmeisterschaft oder einer zonalen
Meisterschaft gewertet wurde.
- Außerhalb
einer Zone lebende Schützen können an einer regionalen Meisterschaft
als Gäste ohne Aufnahme in die Rangliste teilnehmen.
202 - Aufgaben
des Gastlandes
Das Gastland versendet bis spätestens Februar die offizielle Einladung.
Die Rücksendung mit der ersten provisorischen Voranmeldung einer Nation
hat bis zum 1. März zu erfolgen.
203 - Anmeldung
Die eingeladenen Nationen senden diese Anmeldungen mindestens sechs Wochen
vor dem Wettkampf mit den Namen aller Angehörigen des Teams zurück, wobei
die verantwortliche Person (Team Captain) und auch der vorgesehene Grenzübertritt
anzugeben ist (mit einer vollständigen Liste aller Waffen, die mitgebracht
werden. Diese Liste enthält Angaben über Hersteller, Type, Kaliber und wenn
möglich Seriennummer oder Identifizierungsmerkmale) und ebenfalls die benötigten
Transporte, Hotelreservierungen oder Campingmöglichkeiten.
204 - Voraussetzung
Jeder Schütze muß entweder einen dauernden Wohnsitz, einen gültigen
Paß dieses Landes besitzen oder in dem Land geboren sein, für das
sie/er an der Meisterschaft teilnehmen will.
205 - Einschränkung aus politischen Gründen
Jedes Land, welches Meisterschaften organisiert, muß bei der vorausgegangenen
Sitzung angeben ob ein Mitgliedsland aus politischen Gründen nicht eingeladen
werden kann.
Da einige Organisationen die Beschlüsse Ihrer Regierungen beachten müssen,
kann es angebracht sein ein „Internationales MLAIC Team“ zu schaffen, in
dem folgende Schützen zusammengefaßt werden:
- Schützen
aus Ländern, die kein Mitglied sind und
- Schützen
von Mitgliedsländern, die kein offizielles Team entsenden, jedoch nur
mit Zustimmung des entsprechenden Mitgliedslandes.
2O6 - Startgeld
Für alle Einzelwettbewerbe wird ein Startgeld erhoben, um die Ausgaben von
Scheiben, Medaillen und die Organisation zu decken.
207 - Ablauf der Meisterschaft
| Montag
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vorm.:
Anreise, Anmeldung, Waffenkontrolle
nachm.: Waffenkontrolle, Training, technische Besprechung |
| Dienstag:
|
Anmeldung,
Waffenkontrolle, Training, Tagung des Komitees, Eröffnungszeremonie |
| Mittwoch:
|
Wettkämpfe,
Schützenbuffet |
| Donnerstag: |
Wettkämpfe,
Siegerehrungen |
| Freitag:
|
Wettkämpfe,
Siegerehrungen |
| Samstag
|
vorm.:
Wettkämpfe, Wurfscheibenstechen
nachm.: Siegerehrung, Schlußzeremonie, am Abend das offizielle Bankett |
Um eine Minimierung
der Kosten zu erreichen, ist die Meisterschaft mit 6 Tagen zu limitieren.
210 - Kategorien
- Anzahl der Schützen
211- Anzahl
der Schützen
Die Anzahl der Schützen je Wettbewerb wird vom ausrichtenden Land entsprechend
der Standkapazität festgelegt.
212 - Start je Wettbewerb
Wenn möglich, maximal 12 Schützen je Wettbewerb und Nation, davon max.50
% Replikas (z.B.: 12 Originalwaffen, oder 6 Originalwaffen und 6 Replikawaffen,
oder keine Originalwaffen und max.6 Replikas).
213 - Mindestzahl
Es müssen mindestens 4 Schützen an einem Einzelwettbewerb teilnehmen,
damit dieser als Wettbewerb gewertet werden kann.
214 - Nr. 7(Colt) und Nr. 12(Mariette): gleiche maximale Anzahl
von Schützen.
215 - Nr. 2(Maximilian) und Nr. 5(Cominazzo): Mindestens 5 Teilnehmer
je Nation.
216 - Kategorien
Alle Wettbewerbe werden in 2 Kategorien geschossen:
- O = Originalwaffen
- R = Replikawaffen
- Ein Schütze
kann entweder in der Kategorie O oder in R teilnehmen, jedoch nicht
in beiden.
- Beide
Kategorien (O und R) eines Wettbewerbes können gleichzeitig geschossen
werden, wenn es nach Zeitplan erforderlich ist.
- Ein Mannschaftsbewerb
kann nur mit Originalen geschossen werden (Kategorie O) mit Ausnahme
von Nr.13 Peterlongo, Nr.17 Amazons, Nr.19 Nagashino, Nr.2O Rigby, Nr.24
Pforzheim, Nr.25 Wogdon und Nr.23 Hawker, die O und R gemischt
geschossen werden können.
220 - Mannschaftswettbewerbe
221 - Austragunssmodus
Jeder Mannschaftsführer muß die Namen der Mannschaftsmitglieder einen Tag
vor dem offiziellen Start benennen.
Die Ergebnisse werden dann für die Wettbewerbe Nr.9, 10, 11, 13, 17, 19,
20, 23, 24, 25, 26 und 27 gewertet. Nur eine Mannschaft je Bewerb und Nation.
222 - Mindestanzahl
Es müssen mindestens Mannschaften von vier Nationen für eine Wertung gemeldet
werden. In den Bewerben Nr. 17 (Amazons), Nr. 25 (Wedgnock) und Nr. 27 (Nobunaga)
besteht eine Mannschaft aus drei Teilnehmern, alle anderen Mannschaften
aus 4 Teilnehmern. In der Mannschaft Nr. 23 (Hawker) sind 4 Teilnehmer aus
den verschiedenen Wurftaubenbewerben zugelassen.
230 - Medaillen
und Pokale
231 -
Medaillen
Medaillen werden für die ersten drei Plätze der Einzelwettbewerbe und
die Mannschaftsmtglieder der ersten drei Mannschaften wie folgt ausgegeben:
1) Sieger : Goldmedaille,
2) 2. Platz : Silbermedaille,
3) 3. Platz : Bronzemedaille
Urkunden für den 4., 5. und 6. Platz.
232-Pokale
Pokale werden dem Sieger eines Einzelwettbewerbes und dem siegreichen
Team eines Mannschaftswettbewerbes überreicht.
233 - Rückgabe der Pokale
Die Pokale sind vom Mannschaftsführer bei der nächsten Meisterschaft zurückzugeben.
234 - Jeder erhält eine Teilnehmermedaille, eine Teilnehmerurkunde
und ein Wettkampfprogramm.
240 - Zeremonien
241 -
Eröffnung
Die Meisterschaft wird vor dem Beginn der Wettkämpfe durch eine kurze
Zeremonie eröffnet.
242 - Abschluß
Eine Abschlußfeier wird am letzten Tag der Wettkämpfe nach der Siegerehrung
abgehalten.
250 - Schiedsgericht
251
- Das Schiedsgericht wird aus drei Mitgliedern und drei Vertretern zusammengesetzt,
die bei der Komiteesitzung der Meisterschaft bestimmt werden.
252
- Ein Schiedsrichter wird durch einen Stellvertreter ersetzt, wenn:
a) entweder ein Schütze seiner Nation betroffen ist
b) oder wenn er/sie Schütze in dem entsprechenden Wettkampf war.
253
- Das Schiedsgericht hat folgende Pflichten und Aufgaben:
a) alle Streitigkeiten zu schlichten
b) Die Scheiben der Vier erstplazierten Schützen eines jeden Wettbewerbs
zu prüfen.
c) Die Waffen der Vier erstplazierten Schützen bei einem Einspruch
zu prüfen.
Im Falle der Ablehnung einer Waffe muß dem Team Captain und dem
Schützen eine Gelegenheit gegeben werden, mit dem Schiedsgericht
zu diskutieren.
254
- Alle Entscheidungen des Schiedsgerichtes sind entgültig und bindend.
255
- Einsprüche, die vom Schiedsgericht behandelt werden sollen, müssen
vom Delegierten oder vom Team Captain der betreffenden Nation schriftlich
eingereicht werden. Einsprüche gegen die Wertung müssen dem
Chefauswerter innerhalb einer Stunde nach Aushang eingereicht werden.
256
- Verwarnungen und Strafen:
a) Verwarnung - wird durch den Standchef ausgesprochen
b) Abzug von zwei Ringen
c) Disqualifikation - wird nach Anhörung des Standchefs durch eine
Jury ausgesprochen.
257
- Der Chefauswerter und der Schießleiter hängen die Tagungszeiten
der Jury aus.
258
- Ein nicht stimmberechtigter Schiedsrichter der betroffenen Nation kann
den Sitzungen des Schiedsgerichts aus Informationsgründen anwesend
sein.
260 - Waffenkontrollkomitee
261
- Das Waffenkontrollkomitee wird durch den Präsidenten des MLAIC
aus drei Mitgliedern verschiedener Nationen eingesetzt. Diese Organisation
hat vor dem Beginn der Meisterschaft festzustehen. Ein Mitglied der Feuerwaffenkontrolle
darf die Waffen seiner eigenen Nation nicht kontrollieren.
262
- Das Waffenkontrollkomitee hat folgende Aufgaben:
a) Es hat alle Waffen vor Beginn der Wettkämpfe zu kontrollieren.
Alle Waffen müssen vor der Verwendung in einem Wettkampf kontrolliert
sein.
b) Waffen die für den Wettkampf freigegeben wurden, sind in gut sichtbarer
Weise als Original oder Replika zu markieren.
c) Es müssen alle für die Prüfung erforderlichen Geräte
und Meßinstumente am Schießstand vorhanden sein: Verschiedene
Kaliber, Schiebelehren, Mikrometer, Vergrößerungsgläser,
div. Sätze metrischer Schrauben und eine Spezifikation der gebräuchlichsten
Waffen.
d) Das Waffenkontrollkomitee überprüft Visierungen, Läufe,
die Bettung der Läufe etc. und kann Stichproben der Waffen vor dem
Wettkampf am Stand durchführen.
263 -
Fragwürdige Waffen und Geschosse
a) Fragwürdige Waffen (Eigenbau oder div. Zusammenbauten
verschiedener Waffen) müssen dem Waffenkontrollkomitee mit entsprechender
Dokumentation vorgelegt werden können. Sie werden entweder akzeptiert
oder zurückgewiesen. "Akzeptiert" heißt, daß
das Komitee diese Waffe ohne Echtheitsgarantie als "im Einklang mit
den Regeln" befindet.
b) Fragwürdige Geschosse können vor dem Schießen mit entsprechender
Dokumentation vorgelegt werden. Sie werden akzeptiert oder zurückgewiesen.
Fragwürdige Geschosse sind alle Geschosse die nicht dem wiedererkennbaren
Standard der Waffe entsprechen.
264
- Das Waffenkontrollkomitee disqualifiziert unakzeptable Feuerwaffen vor
dem Wettkampf.
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300
- Schießregeln - Scheibendisziplinen
|
301 -
Regelkenntnis
Alle Mannschaftsführer und Schützen müssen mit den MLAIC- Regeln und dem
Wettkampfprogramm vertraut sein.
302 - Standaufsichten
Die Standaufsichten werden von der veranstaltenden Nation gestellt
- Der Standchef
ist verantwortlich für den reibungslosen Ablauf am Stand während der
Wettkämpfe.
- Die Standaufsichten
haben sicherzustellen, daß alle Schützen auf den ihnen zugewiesenen
Ständen stehen, bevor der Durchgang beginnt und haben auf die Einhaltung
der Regeln während des Wettkampfes zu achten.
- Schreiber
haben bestimmte Scheiben zu beobachten und die Anzahl der Schüsse auf
diese Scheiben bzw. die Ölschüsse zu kontrollieren. Sie haben auf Ladeprobleme
und Waffenstörungen zu achten und sie sollen bei einem Protest als Zeugen
aussagen ob ein Schütze seine 13 Schuß abgegeben hat und haben auf das
Beschießen der richtigen Scheiben zu achten.
- Standaufsichten
dürfen die Schützen nach dem Startsignal nicht mehr stören, ausgenommen
sind Verstöße gegen die Sicherheit.
303 -
Aufenthalt auf dem Stand
Niemand, ausgenommen Standaufsichten und MLAIC Mitglieder, dürfen sich
vor der Zuschauerlinie aufhalten: Die Zuschauerlinie soll sich 3 Meter
hinter der Feuerlinie befinden: Niemandem, außer der Standaufsicht ist
es erlaubt, den Schützen während des Wettkampfes anzusprechen. Während
des Wettkampfes haben sich die Zuschauer ruhig zu verhalten.
304 -
Spektive
Spektive dürfen von den Schützen zur Beobachtung der Scheiben verwendet
werden, ein Coaching oder Hilfe von anderer Seite ist nicht erlaubt.
305-Signale
- „Feuer
frei“: 2 Pfiffe
- „Feuer
unterbrechen“: mehrere kurze Pfiffe
- „Feuer
einstellen“: 1 langer Pfiff
306
- Die Waffen dürfen vor dem Signal „ Feuer frei“ nicht geladen werden.
307
- Abschlagen von Zündhütchen oder Abbrennen von Pfannenpulver erst nach
dem Signal „Feuer frei“.
308
- Während „Feuer unterbrechen“ müssen die Zündmittel entfernt werden.
309
- Bei „Feuer einstellen“ müssen die Waffen entladen werden.
Wann immer erforderlich, können ähnliche Instrumente für die drei Signale
verwendet werden. Dieses ist dem Schießleiter Überlassen.
310 - Scheiben
311- Scheibenmaße
- Disz.
Nr. 1, 9, 14, 16, 19: Französische 200 m Militärscheibe C 200.
10 = 80 mm (3.15"); Spiegel bis 6er Ring =400 mm (15.75");
- Disz.
Nr.2, 3,4, 5, 6, 7, 8, 10, 12, 13, 15, 17, 18, 20, 24, 25 u. 26: UIT
50 m Pistolenscheibe C 50.
10 = 50 mm (1.97"); Spiegel bis 7er Ring = 200 mm (7.87");
weiß bis 1er Ring = 500 mm (19.69").
- Das Papier
der Scheiben muß ein minimum von 230 gr/m2 haben.
312 - Kennzeichnung
der Scheiben
oben links: Nummer des Durchganges
oben rechts: Nummer der Scheibe
unten links: Nummer des Schützen
unten rechts: Nummer der Disziplin
Der Name des Schützen oder der Nation darf auf der Scheibe nicht erscheinen.
Der Wert jedes Schusses und das Ergebnis ist deutlich in der rechten unteren
Ecke einzutragen und vom Auswerter abzuzeichnen.
313-Zahl der Wettkampfscheiben
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C 50 |
Jeder schütze erhält zwei Wettkampfscheiben, auf die wie folgt geschossen
wird: sechs Schuß auf eine und sieben Schuß auf die andere Scheibe.
Die beiden Scheiben müssen Seite an Seite in gleicher Höhe angebracht
sein. |
| C
200 |
13 Schuß auf eine Scheibe. |
320 - Training
321
- Während der Wettkämpfe ist kein Training erlaubt. Es sind zwei Tage
vor den Wettkämpfen für das Training vorzusehen.
322
- Die Anzahl der Scheiben sollte gerechterweise der Anzahl der Schützen
je Nation entsprechen.
330 - Wettkampfregeln
331- Anschlagsarten
Die Anschläge liegend, kniend und stehend müssen den UIT Regeln entsprechen.
Der Trageriemen kann in allen Anschlägen an der Waffe montiert sein.
Anmerkung Bspl: Anschlag stehend ist "stehend frei", daher keine
Riemenspannung am Arm erlaubt!
332 - Schußzahl
Dreizehn (13) Schuß sind innerhalb von dreißig (30) Minuten abzugeben.
Die besten 10 Schüsse werden für das Ergebnis gewertet.
Ein Ölschuß darf vor den Wettkampfschüssen in den Kugelfang geschossen
werden, wenn er vorher bei dem Schreiber angemeldet wurde.
AbschIagen von Zündhütchen, Abbrennen von Zündpulver und Abgeben des Ölschusses
darf nur innerhalb der Wettkampfzeit von 30 Minuten erfolgen.
333 - Ladestörung
Geschoß ohne Pulver, 2 Geschoße im Lauf usw.: Der Schütze hat die Standaufsicht
zu informieren und kann dann die Waffe freischießen. Dieser Schuß zählt
dann nicht zu den 13 Wettkampfschüssen.
334 - Unterbrechung des Wettkampfes
Wenn ein Durchgang gestoppt wird, wegen heftigen Regens, Sturm oder ähnlicher
Ereignisse, wird der Durchgang fortgesetzt, wo er unterbrochen wurde,
mit der verbliebenen Zeit und eventuell mit gewechselter Scheibe.
335 - Waffenstörung
Bei einer Störungsbeseitigung, bei der Hilfe von anderer Seite in Anspruch
genommen wird, darf der Schütze den Wettkampf nicht fortsetzen. Jede Reparatur
muß während des Wettkampfes vom Schützen selbst vorgenommen werden und
muß während der 30 Minuten beendet sein, die ihm für das Schießen zur
Verfügung stehen. Unter keinen Umständen darf der Schütze die Waffe wechseln
und er darf für die Reparatur keine zusätzliche Zeit erhalten.
336 - Pflichten und Verantwortlichkeiten der Schützen
a) Müssen alle Wettkampfregeln kennen und verstehen und diese Regeln zu
jeder Zeit beachten.
b) Haben ihre Waffen zwecks Kontrolle und Abnahme zur festgelegten Zeit
der Waffenkontrolle vorzulegen.
c) Haben, falls nötig, einen Nachweis zu darüber vorzulegen, daß die Waffe
den Anforderungen entspricht.
d) Haben zur festgelegten Zeit, im richtigen Durchgang und auf dem richtigen
Stand zu erscheinen.
e) Müssen zu jeder Zeit guten Sportsgeist zeigen und die Ziele des MLAIC
unterstützen.
f) Sind verantwortlich für den guten Zustand ihrer Waffen und ihrer Ausrüstung.
340 - Wertung
341 -
Wenn auf einer Scheibe mehr als 7 Schuß sind:
Beispiel: 1. Scheibe (8 Schüsse) 10,10,9,9,9,9,8,7,(der beste Schuß
10 wird gestrichen)
2. Scheibe (5 Schüsse) 10,9,9,9,8
Das Ergebnis ist 91
342-Wertdes
Schusses
Der zentrale Punkt des Schußloches muß mindestens an der Linie
des Ringes sein, um als höhere Ringzahl gewertet zu werden.
343 - Beschießen der falschen Scheibe
Ein Schuß auf die Scheibe eines anderen Schützen muß der Standaufsicht
angezeigt werden und wird als Fehler gewertet.
344 - Feststellung des Ergebnisses
Das Ergebnis wird von einem Offiziellen der Gastgebenden Nation und einem
MLAIC Mitglied bestätigt.
345 - Ringgleichheit bei einem Einzelwettbewerb
Der Sieger hat von den Wertungsschüssen die höhere Anzahl von Ringen in
absteigender Reihenfolge. Wenn dann noch Ringgleichheit herrscht, verliert
der, dessen schlechtester Wertungsschuß von den 10 zählenden Schüssen
am weitesten vom Zentrum entfernt sitzt.
346 - Ringgleichheit bei Mannschaftswettbewerben
Die Siegermannschaft hat von den Wertungsschüssen die höhere Anzahl von
Ringen in absteigender Reihenfolge. Bei gleicher AnzahI von Schüssen in
jedem Ring, verliert die Mannschaft, die das weiteste Schußloch der Wertungsschüsse
vom Zentrum hat.
350 - Waffen
351 - Generelle
Information:
a) Jede Waffe darf in einer Disziplin nur einmal verwendet werden.
b) Alle Waffen, die in einer Meisterschaft des MLAIC verwendet werden, müssen
im Privatbesitz sein.
c) Das Korn darf nicht farbig abgesetzt sein, außer in schwarz oder weiß.
d) Eine Laderast, soweit vorhanden, muß sicher und funktionstüchtig sein.
352 - Originale
Jede Änderung an einem Original, die den historischen Wert der Waffe herabsetzt,
darf in einem MLAIC Wettkampf nicht verwendet werden.
A) Militärgewehre
Dienstgewehre und Musketen werden in den Disziplinen Nr.1, 3, 8, 9,
10 und 15 verwendet.
- Waffen,
die nach militärischem Muster hergestellt wurden, unverändert und mit
originalgetreuer Visierung.
- Folgende
Abweichungen und Einschränkungen dürfen bei Militärwaffen vorhanden
sein: Kleine Änderungen sind an der Visierung von Militärwaffen zulässig,
wie Ersatzkimme oder Ersatzkorn, ohne die Originalvisierung zu verändern.
Änderungen des Originalprofils sind verboten
- Militärische
Steinschloßmusketen, die eine Kimme besitzen, dürfen in den Bewerben
Nr.1 und 9 nicht verwendet werden. Das Entfernen einer vorhandenen Kimme
ist nicht zulässig. Militärische Steinschloßmusketen mit abnehmbarer
Kimme (ohne Änderung der Waffe), können ohne Kimme verwendet werden.
- Stecher,
Schaft oder Kappenpolster, das Wischen des Laufes zwischen den Schüssen
und die Verwendung eines langen Laderohres sind nicht zulässig.
- Der Laufdurchmesser
muß größer als 13, 5 mm ( .5315" ) sein.
- Der Lauf
der Waffe soll nicht gebogen werden, um sie dem Stand anzupassen.
- Die Verwendung
eines Replika- oder Originallaufes als Einziehlauf ist verboten.
B) Freie
Gewehre
Jede Originale Vorderladerwaffe, die nicht unter „A) Militärgewehr“
eingestuft wurde, mit einer Visierung, die der Zeit entspricht (kein Zielfernrohr
oder optische Visierung), kann in den Disziplinen 2, 4, 8, 14, 15, 16, 19,
20 und 24 verwendet werden. Folgende Abweichungen und Änderungen dürfen
bei freien Waffen vorhanden sein:
- Diopter
(einschließlich neu hergestellte) sind zugelassen, solange sie der Periode
ihrer Herstellung entsprechen und zum Modell der Waffe gehören (Diopter
und Ringkorn). Das heißt bezüglich der Visierung:
Fertigung vor 1750 = Luntenschloß, vor 1850= Steinschloß und vor 1890=Perkussion.
- Militärgewehre
mit einem Laufinnendurchmesser von weniger als 13, 5 mm dürfen in den
Disziplinen Nr.4 und 20, und mit jedem beliebigen Durchmesser in den
Disziplinen Nr.2, 8, 17 und 24 verwendet werden.
- Der Lauf
der Waffe soll nicht gebogen werden, um sie dem Stand anzupassen.
- Die Verwendung
eines Replika- oder Originallaufes als Einziehlauf ist verboten.
C) Pistolen
und Revolver
Jede originale, unveränderte Pistole oder Revolver mit originalgetreuer
Visierung darf in den Disziplinen Nr.5, 6 und 7 verwendet werden.
Folgende Abweichungen dürfen bei Pistolen und Revolvern vorhanden sein:
- Gezogene
einschüssige Pistolen ( Disziplin Nr.6 ) müssen Visierungen haben, wie
sie im 19. Jhdt. üblich waren. Das sind Perlkorn, niedriges Blattkorn
(maximale Breite = 2,03 mm), niedriges Dachkorn und „V“ oder „U“ Kimme,
die unten abgerundet ist.
- Das Korn
von originalen Revolvern in Nr. 7 darf so hoch wie nötig sein, um auf
25 m visieren zu können, das Profil muß jedoch der Originalfertigung
entsprechen.
- Der Lauf
der Waffe soll nicht gebogen werden, um sie dem Stand anzupassen.
- Die Verwendung
eines Replika- oder Originallaufes als Einziehlauf ist verboten.
353 -
Replikas
Eine „Replika“ ist eine neu hergestellte Reproduktion einer alten
Originalwaffe mit dem Originalstil der Visierung, Schloßfunktion, Schaft
und Lauf. Beschußzeichen müssen nicht vorhanden sein.
A) Militärgewehr
- Replika
Dienstgewehre und Musketen werden in den Disziplinen Nr.1, 3, 8, 9, 10,
und 15 geschossen.
- Militärgewehr
- Repliken müssen den original Militärgewehren mit den gleichen Abmessungen
und Toleranzen nachgebaut sein. Die Drallänge und die Anzahl der Züge
muß dem Original entsprechen die Tiefe der Züge kann differieren.
- Begrenzte,
kleinere Änderungen an Kimme und Korn sind gestattet, um sie dem Stand
anzupassen. Die Form der Visierung muß jedoch in etwa der der Originalwaffe
entsprechen.
- Glattläufige
militärische Steinschloßmusketen, die eine Kimme haben, sind in der
Disziplin Nr. 1 nicht zugelassen.
- Stecher,
Schaft oder Kappenpolster, das Wischen des Laufes zwischen den Schüssen
und die Verwendung eines langen Laderohres sind verboten.
- Der Laufdurchmesser
muß größer als 13,5 mm sein
B) Freigewehr
- Replikas
Jede Replika eines originalen Vorderladergewehres, das nicht den Anforderungen
unter „A) Militärgewehr - Replika“ entspricht, mit einer Visierung die der
Zeit entspricht (kein Zielfernrohr oder optische Visierung), kann in den
Disziplinen Nr.2, 4, 8, 14, 15, 16, 19, 20 und 24 verwendet werden.
Folgende Änderungen und Abweichungen sind bei Freigewehr - Repliken zulässig:
- Die Drallänge
und die Anzahl der Züge muß dem Original entsprechen, die Tiefe der
Züge kann differieren.
- Diopter
( einschließlich neu hergestellte) sind zugelassen, solange sie der
Original Periode der Herstellung entsprechen und zum Modell der Waffe
gehören (Diopter und Ringkorn). Das heißt bezüglich der Visierung: Fertigung
vor 1750 = Luntenschloß, vor 1850 = Steinschloß und vor 1890= Perkussion.
- Militärgewehr
- Repliken mit einem Laufinnendurchmesser von weniger als 13, 5 mm können
in der Disziplin Nr.4 und Nr.20 (R) verwendet werden und mit jedem beliebigen
Laufinnendurchmesser in den Disziplinen (R) Nr.2, 8, 14, 15, 16, 17,
19 und 24.
C) Pistolen
und Revolver Replikas
Jede Replika einer originalen, unveränderten Pistole oder Revolver mit
der Zeit entsprechenden Visierung wird in den Disziplinen (R) Nr. 5, 6,
12, 13, 18 und 25 verwendet.
Folgende Änderungen und Abweichungen sind bei Pistolen und Revolver - Replikas
zugelassen:
- Pistolen-
Repliken, die in der Disziplin Nr. 6 (gezogene, einschüssige Perkussionspistole)
muß eine Visierung besitzen, wie sie im 19. Jhdt. üblich war. Das heißt:
Perlkorn, niedriges Blattkorn (Breite maximal 2,03 mm), niedriges Dachkorn
(jedoch kein Balkenkorn) und „V“ oder „U“ Kimme, die unten abgerundet
ist.
- Das Korn
von Replika - Revolvern, die in der Disziplin Nr.12 verwendet werden,
kann eine beliebige Höhe besitzen, um auf 25 m zielen zu können. Das
Profil muß jedoch dem Stil des Originals entsprechen. Die Züge der Replika
- Revolver sind frei.
- Korne,
die mit Schwalbenschwanzführung eingesetzt sind, werden bei Replika
- Revolvern akzeptiert, sofern die Enden des Schwalbenschwanzes mit
dem Lauf abschließen.
354 - Luntenwaffen
(Originale und Replikas)
A) Originale Luntenmusketen werden in den Disziplinen Nr.14, 15, 16,
19 und 27 verwendet. Die Waffen müssen folgender Form entsprechen:
- Früher
portugiesischer oder japanischer Stil: sie besitzen einen Backenschaft
(wie ein Pistolengriff) und keinen Schulterschaft. Die Kimme
besitzt einen schmalen Einschnitt und das Korn die Form einer Pyramide
oder ein senkrechter Keil. Bei Ersatz der Visierung ist diese Form zu
beachten.
B) Replika
Luntenschloßmusketen werden in den Disziplinen Nr. 14 (R), 15
(R), 16 (R) 19 und 24 in zwei Versionen verwendet:
- Früher
portugiesischer oder japanischer Stil: sie besitzen einen Backenschaft
(wie ein Pistolengriff) und keinen Schulterschaft. Die Kimme
besitzt einen schmalen Einschnitt und das Korn die Form einer Pyramide
oder ein senkrechter Keil.
- Europäische:
sie besitzen einen Schulterschaft und gewöhnlich, bei manchen Militärwaffen
eine Stützgabel. Diese Stützgabel ist bei den Wettkämpfen
des MLAIC verboten. Verstellbare Diopter sind verboten. Der Zeit entsprechende,
feste Lochkimmen oder Rohrvisierungen, die fest auf dem Lauf befestigt
sind und zum Typ der Waffe gehören, sind zugelassen.
C) Luntenschloßpistolen,
verkürzte Form von Japanischen Luntenschloßmusketen.
D) Wettkampf
- Während
des Ladens muss sich die Lunte in einem Sicherheitsbehälter befinden.
- Die lunte
muss beim Abfeuern so gesichert sein, daß sie nicht weggeschleudert
werden kann.
E) Einziehläufe
In japanischen glatten Luntenschloßwaffen sind Einziehläufe aus Sicherheitsgründen
erlaubt, solange damit keine Änderung des äußeren Erscheinungsbildes und
des historischen Charakters verbunden ist. Diese geleinten Luntenwaffen
werden nur in der Kategorie (R) Replika zugelassen.
F)
Wenn weniger als 4 originale Luntenwaffen gemeldet sind, werden diese
für die Kategorie Replika zugelassen.
G) Replika
Luntenschloßpistolen sind im Bewerb Cominazzo Nr. 5 (Cominazzo) verboten.
355 - Verschiedenes
- Original
und Replika - Steinschloßpistolen, die in der Disziplin Nr.5 geschossen
werden, müssen mindestens einen Laufinnendurchmesser von 11 mm ( .433"
) besitzen.
- Laden
von Revolvern: damit Revolver nicht als einschüssige Pistolen verwendet
werden können müssen die Schützen mindestens 5 Kammern bei den ersten
beiden Ladeprozeduren laden.
- Außer
zum Laden darf die Trommel aus dem Rahmen genommen werden.
- Bei Repliken
darf rostfreier Stahl auch für die Hauptteile (Lauf, Schloß und Trommel)
verwendet werden.
- Verchromte
Läufe sind bei Replika - Flinten zulässig.
356 - Munition
A) Pulver
- Nur fabrikmäßig
hergestelltes Schwarzpulver.
- Es darf
nur aus vorgefüllten Behältern geladen werden, die eine einzelne Ladung
enthalten.
- Keine
Zündkrautflasche darf mehr als 16 Gramm(250 US grains) Pulver enthalten.
B) Zwischenmittel
In keiner Disziplin darf ein Zwischenmittel aus Plastik verwendet werden.
Zwischenmittel können aus Papier, Stoff oder Filz bestehen.
C) Geschosse
Geschosse müssen dem originalen Stil entsprechen wie folgt:
- Steinschloß
und Luntenschloßwaffen: nur Rundkugel
- Gezogene
Perkussionspistole ( Nr.6): nur Rundkugel
- Perkussionsrevolver:
Rundkugel und Langgeschoß
- Perkussions
– Militärgewehr: Miniegeschoß im originalen Stil oder Kompressionsgeschoß
- Freies
Perkussionsgewehr: Rundkugel oder Langgeschoß von beliebiger Form
Es dürfen keine
Geschosse verwendet werden, die bereits den Zügen angepaßt sind, es sei
den in Waffen, die bereits im Original dafür eingerichtet sind. In keiner
Disziplin dürfen moderne Geschosse oder Wadcuttergeschosse verwendet werden.(entsprechend
Punkt 5)
357 - Zubehör
A) Riemen
- Riemen
müssen original oder eine Reproduktion im originalen Stil sein. Verstellbare
moderne Riemen, wie sie zum Scheibenschießen verwendet werden, ebenso
wie „Ein-Punkt-Riemen“ sind nicht zugelassen.
- Militärische
Riemen in den Disziplinen Nr.1, 3, 9 und 10.
Trageriemen
können an Gewehren ohne Riemenbügel verwendet werden, indem sie mit Schnüren
befestigt werden. Zusätzliches Anbringen von Riemenbügeln ist nicht zulässig.
B) Handstützen
Handstützen müssen original oder eine Reproduktion im originalen Stil
sein und darf nur an Waffen verwendet werden, die dafür eingerichtet sind.
C) Trichter und Laderohre
- Trichter
und Laderohre dürfen in allen Disziplinen verwendet werden, außer in
Nr. 1, 3, 9 und 10.
- Kurze
Trichter (10cm/ 4“ max.) dürfen in den Disziplinen Nr.1, 3, 9 und 10
verwendet werden, um das Verschütten von Pulver zu vermeiden.
D) Reinigungs-/
Wischstock
Er darf in allen Disziplinen verwendet werden, außer in Nr. 1, 3, 9 und
10.
E) Kleidung
Keine Beschränkung in der Kleidung.
358 - Reparaturen
- Eine
Reparatur muß originalgetreu und wie in der Zeit üblich ausgeführt werden.
- Alle
Batterien bzw. das Material für eine neue Batterieoberfläche muß aus
einem Eisenmaterial bestehen.
- Laufbettung:
modernes Material wie Fieberglas oder Epoxy - Komponenten dürfen nicht
verwendet werden. Knochenleim mit Sägemehl kann verwendet werden, wie
es auch in alten Zeiten von den Büchsenmachern zu Reparatur verwendet
wurde.
359 - Daten
der von den ersten 6 Schützen einer jeden Disziplin verwendeten Waffen
Die endgültigen Ergebnisse von MLAIC - Meisterschaften werden für die ersten
sechs Plätze einer jeden Disziplin enthalten: Waffe, Hersteller und Kaliber.
Zur Information neuer Schützen wäre es gut wenn auf freiwilliger Basis auch
angegeben würde: das Geschoß (Typ, Gewicht, Kaliber) – Pulver (Art und Gewicht)
- Visierung (offen, Diopter usw.).
360 - Gewehr
- Wettbewerbe
361 -
Nr. 1 MIQUELET - Einzel O u. R - Mannschaft Nr. 9 Gustav Adolf (O)
A)Gewehr: militärische, glatte Steinschloßmuskete
B)Visierung: Originalvisierung, keine Kimme
C)Scheibe: Französische 200 m Militärscheibe
D)Anschlag: stehend
E)Entfernung:50 Meter
362 - Nr. 2 MAXIMILIAN - Einzel O u. R - Mannschaft Nr. 26 Wedgnock
(O) 3 Schützen
A)Gewehr: freies Steinschloßgewehr, Kaliber beliebig
B)Visierung: der Zeit entsprechende, einschließlich „im alten Stil
neu gefertigte“ Visierung
C)Scheibe: UIT50 m Pistolenscheibe
D)Anschlag: Liegend
E)Entfernung: 100 Meter
363 - Nr. 3 MINIE - Einzel O u. R - Mannschaft Nr. 10 Pauly (O)
A) Gewehr: militärisches Perkussionsgewehr mit einem Kaliber von
mehr als 13,5 mm (.5315)
B) Visierung: Originalvisierung (geringe Abweichungen erlaubt)
C) Scheibe: UIT 50 m Pistolenscheibe
D) Anschlag: liegend
E) Entfernung: 100 Meter
364 - Nr. 4 WHITWORTH- Einzel O u. R - Mannschaft Nr. 20 Rigby (O &
R gemischt)
A) Gewehr: freies Perkussionsgewehr, Kaliber beliebig, außer Waffen,
die in Nr.3, Minie geschossen werden können.
B) Visierung:Der Zeit entsprechende Visierung, einschließlich „im
Stil neu gefertigt“ Diopter und Ringkorn zugelassen, sofern sie der Zelt
entsprechen.
C) Scheibe: UIT 50 m Pistolenscheibe
D)Anschlag: liegend
E)Entfernung: 100 Meter
365 - Nr. 8 WALKYRIE - Einzel O u. R - Mannschaft Nr. 17 Amazons (O
& R gemischt) 3 Damen
A) Gewehr: freies oder militärisches Perkussionsgewehr
B) Visierung: wie Whitworth oder Minie
C) Scheibe: UIT 50 m Pistolenscheibe
D) Anschlag: liegend
E) Entfernung: 100 Meter
366 - Nr. 14 TANEGASHIMA - Einzel O u. R -
Mannschaft Nr. 19 Nagashino (O & R ) 3 Schützen, Nr. 27 Nobunaga
(0) 3 Schützen
A)Gewehr: Backenschaft, glattläufiges Luntengewehr, beliebiges
Kaliber i. d. Originalklasse
Freies, glattläufiges Luntengewehr, beliebiges Kaliber in der Replikaklasse
B)Visierung: der Epoche entsprechende Visierung, oder im original
Stil neu gefertigt
C)Scheibe: französische 200 m Militärscheibe
D)Anschlag: stehend
E)Entfernung: 50 Meter
367 - Nr. 15 VETTERLI - Einzel O u. R - Mannschaft Nr. 24 (O &
R gemischt)
A) Gewehr: jedes Luntenschloß -, Steinschloß- oder Perkussionsgewehr
oder Muskete
B) Visierung: entsprechend den Regeln der jeweiligen Klasse
C) Scheibe: UIT 50 m Pistolenscheibe
D) Anschlag: stehend
E) Entfernung: 50 Meter
368 - Nr. 16 HIZADAI - Einzel O u. R - keine Mannschaft
A)Gewehr: Backenschaft, glattläufiges Luntengewehr, beliebiges
Kaliber i. d. Originalklasse
Freies, glattläufiges Luntengewehr, beliebiges Kaliber in der Replikaklasse
B)Visierung: der Zeit entsprechende Visierung, einschließlich „im
Stil neu gefertigt“
C)Scheibe: französische 200 m Militärscheibe
D)Anschlag: kniend
E)Entfernung: 50 Meter
369 – Mannschaftswettbewerbe Gewehr
Nr. 9 GUSTAV ADOLF: Mannschaft aus 4x Nr. 1 MIQUELET
– Regeln (nur O)
Nr. 10 PAULY: Mannschaft aus 4x Nr. 3 MINIE – Regeln
(nur O)
Nr. 11 VERSAILLES: Zusammenfassung der Mannschaften
von Nr. 9 und Nr. 10
Nr. 17 AMAZONES: Mannschaft aus 3x Nr. 8 WALKYRIE
– Regeln (O & R gemischt)
Nr. 19 NAGASHINO: Mannschaft aus 4x Nr. 14 TANEGASHIMA
– Regeln (O & R gemischt)
Nr. 20 RIGBY: Mannschaft aus 4x Nr. 4 WHITWORTH
– Regeln (O & R gemischt)
Nr. 24 PFORZHEIM: Mannschaft aus 4x Nr. 15 VETTERLI
– Regeln (O & R gemischt)
Nr. 26 WEDGNOCK: Mannschaft aus 3x Nr. 2 MAXIMILIAN
- Regeln (nur O)
Nr. 27 NOBUNAGA: Mannschaft aus 3x Nr. 14 TANEGASHIMA
- Regeln (nur O)
370 – Pistolen
und Revolver Wettbewerbe
371 – Nr.
5 COMINAZZO – Einzel O u. R – Mannschaft Nr. 25 Wogdon (O & R)
A)Pistole: freie, einschüssige, glattläufige Steinschloß- oder Original
Luntenschloßpistole, Kaliberminimum 11 mm (.433)
B)Visierung: der Zeit entsprechende Visierung
C)Scheibe: UIT 50 m Pistolenscheibe
D)Anschlag: stehend
E)Entfernung: 25 Meter
372 – Nr. 6 KUCHENREUTER – Einzel O u. R – Mannschaft Nr. 18 Boutet (O)
A)Pistole: freie, einschüssige, gezogene Perkussionspistole. Kaliber
beliebig
B)Visierung: Visierung im Stil des 19 Jhdt.
C)Scheibe: UIT 50 m Pistolenscheibe
D)Anschlag: stehend
E)Entfernung: 25 Meter
373 – Nr. 7 COLT Einzel O – keine Mannschaft
A)Revolver: freier Perkussionsrevolver, nur Original
B)Visierung: der Zeit entsprechende Visierung, beliebige Kornhöhe,
jedoch Profil im Stil des Originals
C)Scheibe: UIT 50 m Pistolenscheibe
D)Anschlag: stehend
E)Entfernung: 25 Meter
374 – Nr. 12 MARIETTE – Einzel R – Mannschaft Nr. 13 Peterlongo
A)Revolver:freier Perkussionsrevolver, nur Replika
B)Visierung:der Zeit entsprechende Visierung, beliebige Kornhöhe,
jedoch Profil im Stil des Originals
C)Scheibe:UIT 50 m Pistolenscheibe
D)Anschlag:stehend
E)Entfernung:25 Meter
375 – Pistolen und Revolver Mannschaftswettbewerbe
Nr. 13 PETERLONGO: Mannschaft aus 4x Nr. 12 MARIETTE – Regeln (nur R)
Nr. 18 BOUTET: Mannschaft aus 4x Nr. 6 KUCHENREUTHER – Regeln (nur O)
Nr. 25 WOGDON: Mannschaft aus 4x Nr. 5 COMINAZZO – Regeln (O & R gemischt)
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400
- Schießregeln Wurfscheiben Wettbewerbe
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401 -
Wurfscheibenwettbewerbe
402
- Nr. 21 MANTON - freie Steinschloßflinte, beliebiges Kaliber, Kat. O
& R.
50 Wurfscheiben in zwei separaten Runden (1.Vormittag, 2.Nachmittag des
selben Tages:
25 Wurfscheiben an drei Ständen in 60 Minuten.
25 Wurfscheiben vom zentralen Stand.
403
- Nr. 22 LORENZONI - freie Perkussionsflinte, beliebiges Kaliber, Kat.
O & R.
25 Wurfscheiben von fünf Ständen in 60 Minuten.
404
- Nr. 23 HAWKER - Mannschaft 2 Schützen Nr. 21 und 2 Schützen
Nr. 22 (O & R)
410-Regeln
411 -
Schützenstände
- Auf gleichem
Niveau wie das Dach des Werferhauses
- Markiert
durch ein 70 cm Quadrat oder Kreis
- Steinschloß
(Nr. 21): 3 Stände 5 m vom Schnittpunkt der Wurfscheibe mit dem
Standniveau (60 Grad links - Mitte -60 Grad rechts)
- Perkussion
(Nr. 22): 5 Stände 8 m vom Schnittpunkt der Wurfscheibe mit dem
Standniveau (70 Grad links - 35 Grad links - Mitte - 35 Grad rechts
- 70 Grad rechts
- Ein Ladetisch
für jeden Stand einige Meter hinter dem Stand
- Wenn
möglich sollen Abrufmikrofone verwendet werden.
412- Wurfmaschine
- Die Position
des Abwurfpunktes ist von allen Ständen sichtbar zu markieren.
- Die Maschine
ist so einzustellen, daß sie auf eine Entfernung von 60 m +/- 5 m, geradeaus
wirft, nach 10 m vom Schnittpunkt der Scheibe mit dem Standniveau muß
sich die Scheibe 2 m Über dem Standniveau befinden.
- Bei Störung
der Wurfmaschine ist der Schießleiter zu informieren, der zu entscheiden
hat, ob die Maschine gewechselt wird, weitergeschossen wird oder der
Wettbewerb abgebrochen wird.
413 -
Wurfscheiben
müssen dem Standard des olympischen Trapschießens entsprechen.
414 - Zuschauer
- Müssen
mindestens 3 m hinter den Ladetischen entfernt sein
- Dürfen
die Schützen nicht ansprechen oder ihnen in irgendeiner Weise helfen
415 -
Schießleiter und Kampfrichter
- Der Schießleiter
überwacht das Schießen mit Hilfe von drei Kampfrichtern. Diese Offiziellen
sind die einzigen Personen, denen es erlaubt ist, den Schützen bei Störungen
zu helfen.
- Die Kampfrichter
zeigen jede nicht getroffene Scheibe durch Heben eines Armes an.
- Der Schießleiter
beobachtet die Signale der Kampfrichter und gibt die Entscheidung für
alle hörbar bekannt.
416 -
Schießregeln
- Ein Durchgang
beinhaltet 25 Scheiben in 6O Minuten.
- Ein Schuß
pro Scheibe.
- Doppelläufige
Flinten können geschossen werden, es darf jedoch nur ein Lauf geladen
werden.
- Für jeden
Durchgang sind folgende Zündversager erlaubt:
3 Versager je Durchgang bei Steinschloß
1 Versager je Durchgang bei Perkussion
1 Versager je Durchgang beim Stechen
- Für jeden
erlaubten Zündversager wird eine neue Scheibe vom gleichen Stand geworfen.
- Wenn
ein Versager auf einen mechanischen Fehler an der Waffe zurückzuführen
ist (kein Fehler am Stein), wird er als „erlaubte Extrastörung“ gewertet.
- Wenn
ein Schütze vor dem Ruf „Pull“ schießt, wird das als Fehler gewertet.
- Vor Beginn
einer jeden Rotte wird eine Sichtungsscheibe für alle Schützen sichtbar
geworfen.
- Wenn
eine Wurfmaschine repariert oder gewechselt wurde, wird ebenfalls eine
Sichtungsscheibe geworfen.
- Wenn
eine Scheibe auf das Kommando „Pull“ nicht sofort geworfen wird, kann
der Schütze zurücktreten. Er muß das klar durch das Heben der Waffe
anzeigen.
- Für jede
Rotte werden die Stände den Schützen durch Los zugeteilt Nach dem ersten
Schuß, der entsprechend der Auslosung abgegeben wird, können sie weiterschießen,
sobald sie dazu bereit sind.
- Nach
jedem Schuß gehen die Schützen entgegen dem Uhrzeigersinn zum nächsten
Stand.
- Vor dem
Kommando „Pull“ muß das Schießen durch den Schießleiter freigegeben
sein.
- Das Schießen
wird ohne Unterbrechung weitergeführt, sofern keine technischen Schwierigkeiten
auftreten. Der Schießleiter kann das Schießen jedoch bei starkem Regen
oder Sturm einstellen und sobald es möglich ist, dort fortsetzen lassen,
wo es unterbrochen wurde.
- Wenn
ein Schütze zu seiner Rotte nicht antritt, ruft der Schießleiter seinen
Namen dreimal innerhalb einer Minute aus. Falls keine Antwort erfolgt,
wird mit dem Schießen begonnen und er kann in einer späteren Rotte schießen,
falls dort noch Platz ist.
- Falls
an einer Waffe ein so schwerer mechanischer Schaden auftritt, daß sie
nicht sofort repariert werden kann, kann der Schütze die Runde mit einer
anderen Waffe beenden. Andernfalls muß er die Rotte verlassen und kann
die Runde nur dann beenden, wenn in einer anderen Rotte noch Platz ist.
Falls er die Waffe vor dem Ende der Runde repariert hat, kann er das
Schießen mit Erlaubnis des Schießleiters fortführen, verliert jedoch
die Schüsse, die innerhalb der Schießzeit nicht abgegeben wurden.
- Nach
einem Zündversager darf eine Waffe, nach Zustimmung durch den Schießleiter,
entladen oder abgefeuert werden.
- Die Höchstzahl
je Rotte ist: 4 Schützen bei Nr. 21 (Manton) und 6 Schützen bei Nr.
22 (Lorenzoni). Wenn es unbedingt notwendig ist, kann auf ein Maximum
von 6 bei Nr. 21 und 8 bei Nr. 22 gegangen werden. In diesem Fall wird
die Schießzeit um 10 Minuten je Schütze bei Nr.21 und über 6 Minuten
bei Nr. 22 erhöht.
417 -
Stechen
Es wird um die ersten drei Plätze gestochen. Bis zum ersten Fehler wird
wie folgt gestochen:
Bei Steinschloß: eine Scheibe von jedem der drei Stände.
Bei Perkussion: eine Scheibe von jedem der fünf Stände.
Wenn beide Schützen fehlen, wird zum nächsten Stand gegangen.
Bei Gleichheit von Mannschaften wird ausgezählt. Es gewinnt die Mannschaft,
die die größte Trefferserie hat, vom Ende her gezählt.
418 - Gewehre
- Steinschloß-
oder Perkussionswaffen, militärisch oder zivil, ein oder doppelläufig,
glatter Lauf, beliebiges Kaliber, Replikas mit Chokebohrung sind verboten.
- Schaftkappen
aus Leder oder ähnlichem Material (kein Gummi) sind zugelassen. Jede
andere Schaftverlängerung ist nicht erlaubt.
- Ein Original
ist eine originale, unveränderte Vorderladerwaffe. Ein Replika ist eine
neu hergestellte Reproduktion einer antiken Originalwaffe.
419 -
Ladung
- Es ist
nur fabrikmäßig hergestelltes Schwarzpulver erlaubt.
- Die maximale
Größe von Bleischrot ist 2,5 mm.
- Die Ladung
darf die Normalladung bei einem Maximum von 6,2 Gramm (3, 5 dram) Schwarzpulver
und 35 Gramm (1,25 oz) Bleischrot nicht überschreiten.
- Die Pulverladung
muß sich in vorher abgefüllten Einzelbehältern befinden.
- Es sind
kleine Pulverflaschen mit weniger als 16,2 Gramm (250 grain) Pulver
erlaubt.
- Der Bleischrot
muß sich in abgepackten Einzelbehältern befinden.
- Das zur
Ladung verwendete Material und die Ladeweise muß der Zelt entsprechen.
(Plastikbecher sind verboten).
420 - Wettkampfregeln
- Es darf
nur an den Ladetischen geladen werden.
- Beim
Gehen vom Ladetisch und zurück muß die Laufmündung der Waffe stets nach
oben zeigen.
- Das Zündmittel
darf erst auf dem Schützenstand aufgebracht werden, wenn die Mündung
in Wurfrichtung zeigt.
- Wenn
möglich, sollen bei Perkussionswaffen Zündhütchensetzer verwendet werden.
- Die Waffe
darf auf dem Schützenstand erst unmittelbar vor dem Schuß gespannt werden.
- Riemen
dürfen nicht verwendet werden.
- Bei der
Handhabung der Waffe ist stets äußerste Vorsicht geboten.
- Wenn
die Waffen nicht gebraucht werden, sollen sie in einem Waffenständer
abgestellt werden. Es darf keine Waffe von niemanden ohne Erlaubnis
des Besitzers berührt werden.
- Der Schütze
darf erst dann schießen, wenn er an der Reihe ist und wenn die Scheibe
geworfen wurde.
- Es ist
streng verboten, auf die Scheibe eines anderen Schützen zu schießen
oder zu zielen.
- Die Waffe
darf vor dem Kommando "Pull" angeschlagen werden.
- Die Schützen
müssen innerhalb der Markierung des Standes stehen.
- Beim
Schießen müssen Sicherheitsbrille und Gehörschutz getragen werden.
- Wenn
der Schütze bereit ist zu schießen, kann er, sofern die Standaufsicht
das Schießen freigegeben hat das Kommando "Pull" geben. Er darf auch
fragen " Ready/Fertig ?", aber nicht mehr.
- Eine
Scheibe wird als gefehlt gewertet und zählt 0 Punkte, wenn:
sie während des Fluges nicht zerbricht;
der Schütze nicht schießt weil seine Waffe noch in der Laderast ist;
er vergessen hat zu laden;
Zündhütchen oder Zündkraut vergessen hat;
Zündhütchen oder Zündkraut verloren hat;
die Scheibe nicht gesehen hat
oder nach einer erlaubten Fehlzündung eine weitere Fehlzündung hat,
oder der Schütze das Schloß seiner Waffe berührt hat, bevor von der
Standaufsicht nach einem Zündversager oder einem technischen Defekt
kontrolliert wurde.
- Eine Scheibe
wird als "No Bird" gewertet und der Schütze erhält eine weitere
Scheibe, egal ob er geschossen hat oder nicht. wenn:
eine Scheibe beim Werfen zerbricht;
der Flug nicht gerade, ungleich oder zu langsam ist;
wenn zwei oder mehr Scheiben gleichzeitig geworfen werden;
die Scheibe eine andere Farbe hat;
die Scheibe vor dem Kommando "Pull" geworfen wurde;
die Scheibe nicht unmittelbar nach dem Kommando "Pull" geworfen wurde
und der Schütze das durch das Heben des Armes anzeigt;
der Schütze zeigte daß er nicht schießen wollte;
wenn ein Zündversager durch einen Schaden an der Waffe, dem Schloß oder
dem Abzug hervorgerufen wurde;
wenn ein Schütze offensichtlich durch andere behindert wurde.
421 - Einsprüche
- Wenn ein
Schütze oder sein Mannschaftsführer mit der Entscheidung des Schießleiters
über einen Fehler nicht einverstanden ist, muß er sofort einen Arm heben
und "Protest" rufen. Der Schießleiter muß dann das Schießen unterbrechen
und sich mit den Kampfrichtern beraten und die Entscheidung bekanntgeben.
Der Protest wird in das Standprotokoll aufgenommen.
- Es ist
nicht zulässig eine Scheibe zu suchen, ob sie zerbrochen ist.
- Wenn ein
Schütze oder sein Mannschaftsführer mit dem Ergebnis nicht einverstanden
ist, muß er beim Schießleiter sofort Protest einlegen, der dann die
Kampfrichter zu konsultieren hat und dann die Entscheidung bekanntgeben
wird.
- Eine Berufung
gegen die Entscheidung des Schießleiters muß schriftlich an das Kampfgericht
eingebracht werden. Diese Berufung kann sich jedoch nicht darauf beziehen,
ob eine Scheibe getroffen wurde oder nicht, oder ob sie korrekt war.
In diesen Punkten sind die Entscheidungen des Schießleiters endgültig.
- Wenn ein
Schütze oder sein Mannschaftsführer oder ein anderer Offizieller bei
der Meisterschaft eine Verletzung der Regeln bemerkt, muß er das sofort
dem Schießleiter anzeigen, der dafür zu sorgen hat, daß diese Verletzung
der Regeln unterbunden wird oder, wenn das nicht möglich ist, muß Protest
eingelegt werden.
422 -
Strafen
- Alle
Schützen müssen die Regeln kennen und beachten, sie müssen von alle
Strafen akzeptieren, die ihnen bei einer Verletzung der Regeln oder
bei einer Nichtbeachtung der Anweisungen der Schießleiter drohen.
- Wenn
ein Schütze eine Waffe oder eine Ladung verwendet, die nicht den Regeln
entspricht, wird jede Scheibe, die damit geschossen wurde, als Fehler
gewertet.
- Wenn
die Verletzung der Regeln vorsätzlich erfolgte, kann der Schütze disqualifiziert
werden.
- Wenn
ein Schütze einen anderen durch sein Benehmen, sein Verhalten oder die
Wahl seiner Worte stört, wird er durch die Standaufsicht verwarnt. Wenn
er dieses wiederholt, wird er durch einen oder zwei abgezogene Punkte
seines Ergebnisses nach Rücksprache mit dem Kampfgericht bestraft.
- Wenn
ein Schütze seine Waffe abfeuert, bevor er den Schützenstand erreicht
hat, wird diese schwere Verletzung der Sicherheitsregeln mit einer Disqualifikation
bestraft.
423 -
Sicherheit
Aus Sicherheitsgründen dürfen Steinschloß- und Perkussionsflinten nicht
in der gleichen Rotte geschossen werden.
|
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500
- Sicherheitsbestimmungen
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501
- Es ist streng verboten, an der Feuerlinie zu rauchen.
502 - Während des Wettkampfes darf vor dem Signal "Feuer frei"
weder ein Zündhütchen abgeschlagen oder die Pfanne abgebrannt werden,
noch die Waffe geladen werden. Es darf kein Zündmittel aufgebracht werden
bevor die Waffe nicht in Richtung Scheibe zeigt.
503 - Bei allen Waffen muß bei vorübergehender Feuereinstellung
das Zündmittel entfernt werden und alle Waffen müssen sicher abgelegt
werden.
504 - Alle Waffen müssen auf das Signal "Feuer einstellen" und
wenn der Stand verlassen wird entladen sein.
505 - Es darf kein offenes Pulver auf den Stand gebracht werden.
Es darf nicht mehr als 16,2 Gramm (250 US grains) Zündkraut in einem einzelnen
Behälter oder einer kleinen Pulverflasche mitgeführt werden. Das Pulver
ist vor Sonneneinstrahlung zu schützen.
506 - Zündhütchen: Zündhütchen sind sehr empfindlich und gefährlich.
Sie sind vor Sonneneinstrahlung und vor Funken zu schützen. Zum Schießen
sollten nur so viele mitgenommen werden, wie zum Wettkampf erforderlich
sind. Der Behälter ist verschlossen zu halten.
507 - Setzen des Geschoßes : Das Geschoß muß auf die Pulverladung
aufgesetzt werden, um ein Bersten des Laufes zu vermeiden.
508 - Sicherheitsbrillen: Sicherheitsbrillen, gefärbt oder nicht,
müssen bei allen Waffenarten getragen werden. Schießbrillen sind gestattet.
509 - Gehörschutz ist für Schützen und Standaufsicht vorgeschrieben.
510 - Originalwaffen müssen sich in sicherem, schießfähigem Zustand
befinden.
511 - Replikas müssen eine zuverlässige Konstruktion haben und
in einem sicheren Zustand befinden.
512 - Ladung: Die zulässige Lademenge darf mit modernem
Schwarzpulverbedarf nicht überschritten werden.
513 - Zündversager: Der Schütze muß die Waffe mindestens eine Minute
zur Scheibe gerichtet halten. Danach ist die Waffe möglichst zur Scheibe
zu halten, niemals gegen andere Schützen oder Zuschauer.
514 - Störung: Wenn eine Störung nicht sofort von einem Schützen
selbst behoben werden kann, muß er die Standaufsicht informieren, bevor
er weitere Schritte einleitet.
515 - Steinschloß- und Luntenschloßwettbewerbe: Der Organisator
muß zwischen den Ständen wegen dem Funkenflug Blenden installieren.
516 - Luntenwettbewerbe:
a) Das glimmende Ende der Lunte muß sich während des Ladevorganges
in einem Sicherheitsbehälter befinden.
b) Die Lunte muß gesichert sein, um beim Schießen nicht weggeschleudert
werden zu können.
517 - Zuschauer müssen mindestens 3 Meter hinter den Schützen stehen
und sie müssen sich während des Schießens ruhig verhalten. Niemand, außer
der Standaufsicht, darf den Schützen während des Wettkampfes ansprechen.
518 - Ladestörung: Kugel ohne Pulver, zwei Kugeln usw. - der Schütze
informiert die Standaufsicht und kann den Schuß abfeuern, um die Waffe
zu entladen.
519 - Jeder Schütze ist für die sichere Funktion seiner Waffe und
des Zubehörs verantwortlich.
520 – Pulver: Es ist nur fabrikmäßig hergestelltes Schwarzpulver
erlaubt, es sind keine Schwarzpulver-Ersatzstoffe zulässig.
521 - Laden von Revolvern: Die Kammern des Zylinders müssen stets
mit Fett verschlossen werden nachdem das Geschoß geladen wurde.
Alle neuen
Regeln bzw. Regeländerungen, die anlässlich der Weltmeisterschaft
2000 in Adelaide/AUS beschlossen wurden, treten ab 1. Jänner 2001
in Kraft.
|
|
600
- Codenamen der Wettbewerbe
|
601 -
Miquelet (Miquelete)
Frühes spanisches Steinschloß mit außenliegender Schlagfeder, grob aber
zuverlässig, wurde im ganzen Mittelmeerraum benutzt.
| Pokal
gestiftet durch: |
0 -
Federation Nacional del Tiro 0limpico Espanol (1972)
R - Archibugieri di Piemonte (1983) |
602 - Maximilan
Deutscher Kaiser (1459 - 1519), engagierter Jäger und Waffenfreund, er soll
das erste gezogene Gewehr (Luntenschloß) benutzt haben.
| Pokal
gestiftet durch: |
0 -
M.L.A. Great Britain (1972)
R - Cyrus Smith, USA (1987) |
603 - Minie
Französischer Armeeoffizier (1804 - 1879), schuf 1849 als Captain das Hohlbodengeschoß
zum schnellen Laden gezogener Waffen.
604 - Whitworth
Viel geachteter Ingenieur des 19. Jhdt. (1803 - 1887), der die Grundlagen
für eine hochwertige Waffenherstellung und damit präzises Schießen schuf.
Pokal gestiftet durch: 0 - M.L.A. Great Britain (1972)
605 - Cominazzo
Berühmte Familie von Lauf- und Büchsenmachern aus Gardone Val Trompia, Italien
des 16. und 17. Jahrhunderts.
| Pokal
gestiftet durch: |
0 -
Archibugieri di Piemonte (1974)
R - Badischer Sportschützenverband (1989) |
606 - Kuchenreuter
Berühmte Büchsenmacherfamilie aus Regensburg, bekannt für feine Pistolen
(1626 - dato)
Pokal gestiftet durch: 0 - Deutsches Waffenjournal (1972)
607 - Colt
Samuel Colt (1814 - 1862) - Schöpfer des ersten erfolgreichen Perkussionsrevolvers,
der in großer Anzahl hergestellt wurde (ab 1838)
Pokal gestiftet durch: 0 - Jim Briggs, N.M.L.R.A. USA (1972)
608 - Walkyrie
Kriegerische Frauen aus der Skandinavischen Sage
Pokal gestiftet durch: 0 - Deutsches Waffen Journal (1972)
609 - Gustav Adolf
Schwedischer König, der als erster Papierpatronen als Standard einführte.
Pokal gestiftet durch: 0 - Federation Francaise de Tir (1972)
610-Pauly
Schweizer Artillerieoffizier (1766 - 1817), der die erste Zentralfeuerpatrone
schuf.
Pokal gestiftet durch: 0 - Stadt Versailles (1972)
611-Versailles
"Grand Prix de Versailles" - erster internationaler Vorderlader Mannschaftswettbewerb,
der im Mai 1968 in Versailles geschossen wurde.
Pokal gestiftet durch: O - Tir National de Versailles (1972)
612-Mariette
Bekannter belgischer Hersteller von Bündelrevolvern.
| Pokal
gestiftet durch: |
R -
Deutscher Schützenbund (1977)
R - BPSUSA (South Africa) |
613-Peterlongo
Berühmter österreichischer Büchsenmacher (1826 - 1898) für den Umbau von
Vorderladern auf Patronen. Hersteller von Jagd- und Scheibengewehren, aber
auch von Pistolen und Revolvern.
Pokal gestiftet durch: R - Deutscher Schützenbund (1974)
614 - Tanegashima
Südjapanische Insel auf der 1543 die ersten Luntenschloßwaffen durch ein
portugiesisches Schiff in einem Sturm angelandet wurden. Fünf Monate später
besaßen die Daimo bereits 600 Replikas und eine Pulvermühle.
| Pokal
gestiftet durch: |
O –
National Rifle Association of Japan (1977)
R- Cyrus Smith, USA (1981) |
615 - Vetterli
Friedrich Vetterli (1822 - 1882) war der Erfinder des berühmten dreizehnschüssigen
schweizer Armeerepetierers M 1869.
| Pokal
gestiftet durch: |
0 -
Stadt Zürich (1981)
R - Archibugieri di Piemonte (1985) |
616 - Hizadai
Japanische Kniendposition für das Schießen mit Luntenwaffen. Ausdruck aus
dem komplizierten Training der Samurai.
Pokal gestiftet durch: O - National Rifle Association of Japan (1981)
617 - Amazons
Kriegerisches Frauenvolk in Hinterasien, sie kämpften gegen Theseus, Achilles,
Cyrus und Herkules.
Pokal gestiftet durch: O/R - Federation Francaise de Tir (1981)
618 - Boutet
Nicolaus Boutet (1761 - 1833), Direktor der versailler Waffenmanufaktur,
war Napoleons bester Büchsenmacher. Seine Meisterwerke waren Geschenke für
Könige, Marschäle und Generäle.
Pokal gestiftet durch: O - Gazette des Armes (1983)
619 - Nagashino
Entscheidende Schlacht um die Macht in Japan (1575), bei der Nobunagas 3OOO
Büchsenschützen nach einem Tag Training 6000 Schuß pro Minute in einer Frontlinie
von 1800 m feuerten. Sie schlugen die beste Samuraiarmee, die von 12.000
Mann 10.000 verlor.
Die hervorragende Goldtrophäe zeigt die Reproduktion eines historischen
Gemäldes, daß alle Einzelheiten der Schlacht zeigt. Gestiftet durch den
Stadtrat von Horai, der Stadt am Schlachtfeld und dem Schloß Nagashino (1990)
620 - Rigby
John Rigby, Büchsenmacher aus Dublin, bekannt für seine exzellenten Jagdwaffen,
war mit sehr präzisen Scheibenwaffen zwischen 1862 und 1865 Teilnehmer an
den Long Range Matches (1000 yards).
Pokal gestiftet durch: O/R - M.L.A. Great Britain (1992)
621 - Manton
Britischer Büchsenmacher (1760 - 1835), bekannt für seine besonders feinen
und präzisen Flinten und Pistolen.
Pokal gestiftet durch: O - Shooting Sport Trust of Great Britain (1973)
622-Lorenzoni
Italienischer Erfinder früher Steinschloß Repetierwaffen, lebte in Florenz
(1683- 1733).
| Pokal
gestiftet durch: |
O -
Stadt Codogno (1974)
R - Jägervereinigung Pforzheim (1989) |
623 -
Hawker
Lt. Col. Peter Hawker war ein bekannter britischer Jäger und Schriftsteller
über den Schießsport. Er arbeitete mit Manton zusammen an der Entwicklung
von Jagdwaffen. Seine Doppelbüchse, jetzt im Museum in Birmingham, hat
14.000 Stück Wild zur Strecke gebracht.
Pokal gestiftet durch: Deutscher Schützenbund (1989)
624 - Pforzheim
Mittelalterliche Stadt, in der die Schützenvereinigung 145O gegründet
wurde und in der 1561 ein internationaler Wettkampf stattfand. Dort wurde
1989 die 13te Weltmeisterschaft abgehalten. Der sehr schöne Pokal wurde
von Reinhold Krause geschaffen und durch die Stadt Pforzheim gestiftet.
625 - Wogdon
Londoner Büchsenmacher, berühmt für seine besonders Präzisen und haltbaren
Steinschloßpistolen.
Pokal gestiftet durch: 0/R - M.L.A. Great Britain
626- Wedgnock
Der Nationale Schießstand der Vorderladervereinigung Englands (MLAGB)
war MLAIC Austragungsort der Weltmeisterschaften 1996 und 1998. Er ist
der größte Schießstand der Vorderladerschützen.
Pokal gestiftet durch: O - M.L.A. Great Britain
627 - Nobunaga
Oda Nobunaga, der Sieger der Schlacht von Nagashino, erkannte die Bedeutung
der Luntenschloßwaffen gegenüber den alten Samuraiwaffen und
führte seine Schützen zum Sieg.
Pokal gestiftet durch: O - National Rifle Association of Japan
NS: Die
Teamchefs haben die Pokale und Trophäen vor der nächsten Weltmeisterschaft
dem Organisator zu übergeben.
|
700
- Geschichte der MLAIC
|
| |
| Die
folgenden Daten sind alle Austragungsorte der MLAIC Weltmeisterschaften
und Zonenmeisterschaften seit dem ersten Treffen im Jahre 1971. Auch
die Daten der Austragungsorte der zukünftigen Meisterschaften
werden hier bekanntgegeben: |
| |
| 1971
- ERÖFFNUNG (INAUGURAL) - VAUDOYE EN BRIE, FRANCE |
| 1972
1. WORLD - MADRID, SPAIN |
| 1973
2. WORLD - BISLEY, GREAT BRITAIN |
| 1974
3. WORLD - SCWABISCH HALL, GERMANY |
| 1975
4. WORLD - CORDOGNO, ITALY |
| 1976
5. WORLD - VERSAILLES, FRANCE |
| 1977
6. WORLD - ZÜRICH, SWITZERLAND |
| 1978
7. WORLD - MADRID, SPAIN |
| 1980
8. WORLD - QUANTICO, USA |
| 1981
9. WORLD - BISLEY, GREAT BRITAIN |
| 1983
10. WORLD VERSAILLES, FRANCE |
| 1984
1. EUROPEAN - LEUSDEN, NETHERLANDS |
| 1984
1. PACIFIC - CAMP PERRY, USA |
| 1985
11. WORLD - MADRID, SPAIN |
| 1986
2. EUROPEAN - VERSAILLES, FRANCE |
| 1986
2. PACIFIC - USA |
| 1987
12. WORLD - KITCHENER, CANADA |
| 1988
3. EUROPEAN - MATARO, SPAIN |
| 1988
3. PACIFIC - USA |
| 1989
13. WORLD - PFORZHEIM, GERMANY |
| 1990
14. WORLD - LEUSDEN, NETHERLANDS |
| 1991
4. EUROPEAN - BRESCIA, ITALY |
| 1991
4. PACIFIC - USA |
| 1992
15. WORLD - CAMP PERRY, USA |
| 1993
5. EUROPEAN - BAD ZELL, AUSTRIA |
| 1993
5. PACIFIC - USA |
| 1994
16. WORLD - CHUR, SWITZERLAND |
| 1995
6. EUROPEAN - VITORIA, SPAIN |
| 1995
6. PACIFIC - SOUTH AFRICA |
| 1996
17. WORLD - WEDGNOCK, GREAT BRITAIN |
| 1997
7. EUROPEAN - LEUSDEN, NETHERLANDS |
| 1997
7. PACIFIC - PORTLAND, USA |
| 1998
18. WORLD - WEDGNOCK, GREAT BRITAIN |
| 1999
8. EUROPEAN - PFORZHEIM, GERMANY |
| 1999
8. PACIFIC - HILO, HAWAII |
| 1999
1. LONG RANGE - BISLEY, GREAT BRITAIN |
| 2000
19. WORLD - ADELAIDE, AUSTRALIA |
| 2000
2. LONG RANGE - BISLEY, GREAT BRITAIN |
| 2001
3. LONG RANGE - CAPE TOWN, SOUTH AFRICA |
| 2001
9. EUROPEAN - BAD ZELL, AUSTRIA |
| 2001
9. PACIFIC - CAMP PERRY, USA |
| 2002
20. WORLD - ROMA?, ITALY |
| |
|
Präsitent
(Patron):
|
Paul
Marchand, 10 Rue de Villiers, 92300 Levallois-Perret, Paris, France
Tel/Fax (33) 1 4757 7957 |
| |
|
Generalsekretär
(Secretary General):
|
Andrew
Courtney, 25 Upper Teddington Road, Hampton Wick, Kingston-upon-Thames,
Surrey KT1 4DL, England Tel/Fax (44) 208 977 5367 e-mail
andycourtney@compuserve.com |
| |
|
Koordinator
(Co-ordinator):
|
Gudrun
Marchand, 10 rue de Villiers, 92300 Levallois-Perret, Paris, France
Tel (33) 1 4757 8522 Fax (33) 1 4757 7957 |
| |
|
Ehrenmitglieder
(Honorary Members):
|
| Peter
Jacques (Great Britain) |
| Willi
Arreger (Switzerland) |
| Enrico
Tettermanti (Italy) |
| Hans
Kowar (Germany) |
| Jorge
Sichling (Spain) |
| Jose
Borja-Perez (Spain) |
| Abel
Roux (France) |
| |
|
Mitgliedsländer
(List of Members):
|
|
AUSTRALIA
Kim
Atkinson, Chairman ML, SSAA Inc, 27 Honeysuckle Drive, Hope Valley,
outh Australia 5090, Tel/Fax Office (61) 88 344 72 98, e-mail 27honeysuckle@msn.com.au |
|
AUSTRIA
Heinz
Schleser, Österreichischer Schützenbund, Wilhelminenstrasse
39/3/10,
1106 Wien, Tel Home (43) 1 46 49244 Fax (43) 1 79 798 8106 |
|
BEGIUM
Roger
Smet, Technical Director URSTB, Lindendreef No 9, 2380 Ravels,
Tel/Fax (32) 14 42 1405 |
|
CANADA
Ed
Martin, R R 2, Shanty Bay, Ontario, Tel (1) 705 721 0499 Fax (1)
705 721 8485 |
|
CZECH
REPUBLIC
Jaroslav
Pekar, Czech Shooting Federation, U Pergamenky 3, 170 00 Praha,
Tel/Fax 420 2 876797 |
|
DENMARK
Paul
E Termansen, Danske Sortkrudsskytter, Strandgade 1A, Felstedskov,
6200 Aabenraa, Tel (45) 74 68 50 49, e-mail bx18690@post4.tele.dk
|
|
FINLAND
Reijo
K. Naatanen, SAL Delegate, Meri-Rastilan tie 17 A 8, FIN-00980
Helsinki,
Tel/Fax (358) 9 344 51 80 |
|
FRANCE
Pascal
Malardot, Federation Francais de Tir, 38 rue Brunel, 75017 Paris,
Tel (33) 1 58 05 45 45 Fax (33) 1 55 37 99 93 |
|
GERMANY
Erich
Illing, Deutscher Schützenbund, Lahnstrasse 120, 65195 Wiesbaden-Klarenthal,
Tel (49) 61 71 22 808 Fax (49) 69 75 80 0752 |
|
GREAT
BRITAIN
David
Albert Brigden, MLAGB, 44 South Street, Rochford, Essey
S54 1Bq, |
|
ITALY
Dott.
Marcello Lepore, CNDA, Via A G Bragaglia 78/F, 00123 Roma,
Tel (39) 06 30889913 Fax (39) 06 30880132 |
|
JAPAN
Takayuki
Kikuchi, Managing Director of Muzzle Loader’s Association of Japan,
c/o Modern Pentathlon & Biathlon Union of Japan Kishi Memorial Hall,
1-1-1 Jinnan, Shibuya-Ku, Tokyo, Japan 150-8050,
Tel (81) 3 3481 2393 Fax (81) 3 3481 2429, e-mail mpent-bia@japan-ports.or.jp |
|
NETHERLAND
Piet
Hoogeven, President of KNSA, PO Box 470, 3800 AL Amersfoort,
Tel (31) 33 4622388 Fax (31) 33 4650626 |
|
NEW
ZEALAND
Peter
K. Watson, NZBPSF, 20 Rembrandt Avenue, Linden, Wellington,
Tel/Fax (64) 4 232 8726 Office Fax (64) 4 471 5331 |
|
NORWAY
Odd
Flomark, Munkerudasen 22G, 1165 Oslo,
Tel/Fax (47) 23030387 Fax (47) 23030388 |
|
SOUTH
AFRICA
Eddy
Stern, BPSUSA, PO Box 967, Honeydew 2040,
Tel (27) 11 559 0211 Fax (27) 11 224 7221 |
|
SPAIN
Jose
Luis Perez-Pastor, Real Federacion Espanola de Tiro Olimpico,
Sombrereria 22,
28012 Madrid, Tel (34) 91 506 28 30 Fax (34) 91 527 37 21 |
|
SWEDEN
Marie
Brunson, Brushanegatan 5A, S 412 61, Goteborg, Tel (46) 31 168
751 |
|
SWITZERLAND
Ron
Lovchik, Schweizer Vorderladerschutzen, Waidlistrasse 7, CH8810
Horgen,
Tel (41) 1 725 0268 Fax (41) 1 643 4040, e-mail rlovchik@bigfoot.com
|
|
USA
Donald
W. Malson, Chairman USIMLC, 76 Weldon Road, Lake Hopatcong,
New Jersey 07849, Tel (1) 973 663 1723 Fax (1) 973 663 1960 |
| |
|
Korrespondenten
(Correspondents):
|
|
AGENTINA
Juan
Carlos Lamela, President AATA, Ramon L Falcon 3780, 1407 Capital
Federal,
Buenos Aires, Tel (54) 167 7486 |
|
GREECE
Dr
Paul Kanellakis, President Hellenic Shooting Fed., 15 Chr Vournazou
Str,
Athens 115 21, Tel (30) 6454 522 23 Fax (30) 6421 595 |
|
HUNGARY
Gabor
Kaldi, H - 1151 Budapest, Veresegyhaz u. 7. |
|
MALTA
David
Demajo, 200 Tower Road, Sliema SLM 09, Tel (356) 340 457 Fax (356)
236 898 |
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