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Eine kleine Weihnachtsgeschichte Die Handlung erzählt über das
noch junge Leben des Sebastian Höller aus St. Georgen an der Gusen und sie steht stellvertretend auch
für das Schicksal anderer Menschen, die aus heiterem Himmel mit den Problemen einer schweren Krankheit
konfrontiert werden. Ohne dass es Sebastian Höller, der Hauptdarsteller der kleinen
Weihnachtsgeschichte, selbst gewollt hat, ist die Österreichische Schützenzeitung auf ihn aufmerksam
geworden. Die Leserinnen und Leser der Septemberausgabe sehen ihn auf Seite 8 links unten noch als Fan
aus Scheffau, entnommen aus einer Fülle von Fotos, die uns nach den Olympischen Spielen in Athen
zugegangen sind. Dass der Fan aus Scheffau, der mit Papa Haselsberger die Österreichfahne hochhält,
in Wahrheit der am 12. März 1989 geborene Jungschütze Sebastian Höller ist, hat uns Ing. Hannes Rainer
verraten. Sebastian selbst wie auch seine Eltern Elisabeth und Manfred haben nichts dagegen, dass wir
über die Hintergründe des Athen-Aufenthaltes berichten. Begonnen hat es mit der Leukämieerkrankung
des jungen Oberösterreichers im Juni 2001, die eine Chemotherapie in fünf Blöcken notwendig gemacht hat.
Nur wenige Monate später, im März 2002, der nächste Keulenschlag: Rückfall und weitere Chemoblöcke.
Doch Sebastian Höller hatte einen Schutzengel mit dem Namen Caroline Höller und der gleichen Blutgruppe.
Die äußerst selten vorkommende Blutgruppenübereinstimmung mit seiner Schwester und Spenderin hat
letztendlich im Juni 2002 jene Knochenmarktransplantation ermöglicht, die den an akuter myeloischer
Leukämie Erkrankten wieder gesund werden ließ. Sportschütze ist Sebastian Höller als Mitglied des
Schützenvereins St. Georgen a. d. Gusen bereits seit November 2000 (siehe auch Seite 19). Und das mit
Erfolgen, die sich sehen lassen können. Ein oberösterreichischer wie auch ein österreichischer
Mannschaftstitel und zwei zweite Plätze in der Einzelwertung mit dem Luftgewehr stehen neben anderen
respektablen Leistungen auf der Erfolgsliste des ehemaligen Jugend- und heutigen Jungschützen.
Beruflich steht Sebastian Höller bei der VÖEST-Alpine in Linz in der Lehre, um einmal
Elektrobetriebstechniker zu werden. Dass er die Olympischen Spiele in Athen miterleben durfte, dafür
hat Make a Wish gesorgt. Eine Institution, die Kindern mit schweren Krankheiten weltweit Wünsche
erfüllt. Und zwar auch dann, wenn sie Sportschützen sind, was ein Egyd Gstättner mit seinen unfassbaren,
in der Novemberausgabe der ÖSZ wiedergegebenen Beleidigungen des Behinderten-Schießsports wahrscheinlich
weder verstehen noch akzeptieren wird. Wenn Sebastian Höller davon träumt, einmal ein sehr guter
Sportschütze zu werden, um an internationalen Wettkämpfen teilnehmen zu können, dann gönnt ihm dies
nicht nur die Österreichische Schützenzeitung, sondern wohl auch die ganze Sportschützenfamilie.
Mit dieser kleinen Weihnachtsgeschichte verabschieden wir uns ins nächste Jahr und wünschen unseren
Leserinnen und Lesern ein frohes Weihnachtsfest und viel Glück und Erfolg im neuen Schützenjahr.
heb |