Ausgabe 1108
Schießsport im nicht olympischen Bereich

Dass Österreich international nicht nur in den olympischen Disziplinen mitmischen, sondern in anderen Bereichen des Schießsports Plätze sogar ganz oben auf dem Podest einnehmen kann, zeigen uns die Erfolge bei verschiedenen Europa-, aber auch Weltmeisterschaften.

Mit den großkalibrigen Gewehren sind unsere Militärschützen bei CISM-Wettkämpfen schon jahrelang für Medaillen und Rekorde gut. Eine Tatsache, die man der militärischen Ressortführung hoch anrechnen muss. Hier werden (auch!) den Sportschützen hervorragende Möglichkeiten geboten, zu trainieren und sich auf internationale Bewerbe vorzubereiten. Und zwar fortgesetzt und ohne Rücksicht auf den einen oder anderen Wechsel in der obersten Führung. So gesehen liegt es also fast nur mehr an den Sportschützen selbst, die gebotenen Möglichkeiten optimal wahrzunehmen. Dass dies neuerdings auch Frauen versuchen, kann den österreichischen Schießsport nur freuen.

Läuft es in den militärsportlichen Pistolenbewerben schon eine Zeitlang nicht mehr so gut wie früher, so beweist das Großkaliberlager im PPC-1500-Bereich seine Leistungskonstanz. Erstaunlich ist der starke Zulauf zum großkalibrigen Faustfeuerwaffensport als Tatsache vor allem dann, wenn man den finanziellen Aufwand betrachtet, der in Kauf genommen wird, um trainieren und an Wettkämpfen teilnehmen zu können.

Ein Beispiel dafür liefert uns die Vorderladerszene. Was hier von den Teilnehmern an der Weltmeisterschaft in Australien aus der Privatschatulle aufgebracht werden musste, ist erstaunlich und in höchstem Maß lobenswert.

Der nicht olympische Bereich ruft nicht zuletzt noch nach einem Blick auf die soziale und ideelle Komponente des Schießsports im Behindertensport. Wenn zum Beispiel Blinde unter Zuhilfenahme der Technik die Gelegenheit bekommen, Schießsport zu betreiben und bei Weltmeisterschaften anzu-treten, dann müsste selbst den eingefleischtesten Gegnern die Augen auf-gehen, dass Schießsport ein ernst zu nehmender Sport ist.

heb