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Schatten über schönen Erfolgen und Feierlichkeiten Nach der Bronzemedaille, die Christian Planer von den Olympischen Sommerspielen in Athen nach Österreich mitnehmen konnte, gab es für den heimischen Schießsport ein weiteres Erfolgserlebnis. In der Olympiastadt 2004 ist es dem für den Österreichischen Behindertensportverband startenden Hubert Aufschnaiter gelungen, bei den Paralympics eine Silber- und eine Bronzemedaille zu erringen. Hubert Aufschnaiter betreibt den Schießsport schon viele Jahre vom Rollstuhl aus. Mit großem Erfolg auch auf internationaler Ebene. – Der Tiroler hat sich daran gewöhnen müssen, gegenüber körperlich nicht behinderten Menschen oft mehrfache Belastungen und Entbehrungen auf sich zu nehmen, um seinen Sport erfolgreich ausüben zu können. Alle, für die Fairness kein Fremdwort ist, werden ihm den zweifachen Medaillengewinn gegönnt haben. Für einen in einer Tageszeitung in Erscheinung tretenden „Wortkünstler“ scheint aber Fairness etwas völlig Unbekanntes zu sein. Denn wie anders hätte es passieren können, dass ein vom Schicksal gezeichneter Körperbehinderter wie Hubert Aufschnaiter in den Mittelpunkt eines unfassbar zynischen Vergleiches zwischen Krieg, Kriegsfolgen und dem Schießsport (siehe Seite 7) gestellt wurde. Noch dazu in einer obszönen Wortwahl, die wahrscheinlich nur unter Zuhilfenahme der Psychoanalyse zu deuten ist. Wir werden auch ohne Hilfsmittel mit den Wortergüssen des Beleidigers leben können, denn es gibt anerkannte Kunstschaffende wie Bernd Svetnik, die sich mit dem Schießsport sehr wohl identifizieren können. Mit den Qualen einer offensichtlich verstümmelten Seele muss der Beleidiger aber selbst fertig werden. Eine mangelnde Identifikation mit dem Schießsport werden viele Teilnehmer an den Feierlichkeiten zum 125-Jahr-Jubiläum des Österreichischen Schützenbundes in Wien empfunden haben, wenn sie sich gefragt haben, warum das offizielle Österreich dort fast zur Gänze ausgeblieben ist. Nicht nur beim farbenfrohen Festumzug, sondern auch beim feierlichen Festgottesdienst im Stephansdom und bei der Festveranstaltung in den ehrwürdigen Räumen der Wiener Hofburg. An den vor Ort für den Ablauf Verantwortlichen kann es nicht gelegen sein. Sie hätten sich für ihre ausgezeichnete Arbeit etwas mehr öffentliche Aufmerksamkeit verdient. Mit den Schatten der verbalen Beleidigung des Schießsports im Zusammenhang mit den paralympischen Erfolgen von Hubert Aufschnaiter und dem Ausbleiben fast aller Spitzen des Staates bei den 125-Jahr-Feierlichkeiten werden die österreichischen Schießsportler leben müssen. Hoffentlich werden wir nicht mehr lange von jenem Schatten begleitet, der bereits seit dem Frühjahr über der Kassengebarung des ÖSB liegt. Der zur Klärung der Angelegenheit extra angesetzten Tagung der außerordentlichen Bundeshauptversammlung wäre im Interesse aller ein Erfolg zu wünschen. heb |