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Stabile Faktoren im österreichischen Schießsport Bei internationalen Wettkämpfen regelmäßig für Medaillen gut sind Österreichs Vorderladerschützen. Mitte September haben sie ihr Können bei den Europameisterschaften im spanischen Valencia wieder unter Beweis gestellt. Zweimal Gold, neunmal Silber und viermal Bronze war die Ausbeute an Edelmetall. Zusätzlich bemerkenswert ist die Tatsache, dass unsere Schießsportler unter 17 Nationen den sechsten Gesamtrang erzielt haben und mit zehnmal „Blech“ sowie elfmal am fünften Platz unangefochten an der Spitze dieses Nationen-Rankings stehen. Die Betroffenen sollten ihre Trostpflaster annehmen und daraus für die Zukunft Mut schöpfen. Das sogenannte „Vogerl Glück“ wird ja einmal auch bei den Tüchtigen aus Österreich landen. Ein stabiler österreichischer Exportfaktor unter den Schießsportfunktionären ist das Ehepaar Susanne und Mag. Alois Litschmann. Über ein Jahrzehnt schon bewerkstelligen die beiden die Auswertung bei fast allen Europa- und Weltmeisterschaften im Vorderladerschießen. Kein Wunder, dass sich die nächsten EM-/WM-Veranstalter bei ihnen bereits um die Übernahme der Auswertung bemühen. Das Geheimnis eines Teils der Erfolge ist das „selbst gestrickte“ Computerprogramm von Alois Litschmann, mit dem er im heimischen Schießsport sogar Buchhaltungs- und Kassengebarungsmängeln auf die Spur gekommen ist. Abseits von ihren schießsportlichen Tätigkeiten fühlen sich die meisten Landesverbände auch der Schützentradition verbunden. Neben Salzburg und Niederösterreich steht hier der Tiroler Landesschützenbund mit an der Spitze. Beim Jubiläums-Festumzug „200 Jahre Andreas Hofer“ war es für die Tiroler Sportschützen eine Selbstverständlichkeit, in Innsbruck Einigkeit zu zeigen und beim Festumzug mitzuwirken. Welchen Stellenwert der Tiroler Schießsport im eigenen Land hat, zeigt der Umstand, dass die Schießsportjugend nicht in Tiroler Tracht dabei sein musste, sondern mit einer Ausnahmegenehmigung im roten Sportanzug mitmarschieren durfte. – Olympiamedaillen wie jene von Dr. Rudolf Dollinger und Christian Planer vergisst man auch im Land der Wintersportler nicht so schnell. Auf internationaler und nationaler Ebene leider kein stabiler Faktor ist der heimische Armbrustsport. Über die Vorkommnisse aus der jüngsten Vergangenheit wird die Österreichische Schützenzeitung in der Novemberausgabe berichten. heb |