Ausgabe 0909
Juniorinnen und Jungschützinnen Gewehr
in Rekordlaune

Einen glänzenden Auftakt konnte der neue Tiroler Landeshauptschießstand bei der österreichischen (Staats-)Meisterschaft Gewehr 50 m feiern, wo es den Juniorinnen und Jungschützinnen so richtig getaugt haben muss. Denn zu ihren nationalen Rekorden müssen neben dem eigenen Können wohl auch die Standverhältnisse etwas beigetragen haben. Das Geld, das man hier für den Tiroler und für den österreichischen Schießsport in die Hand genommen hat, sollte sich auch für die Zukunft bezahlt machen.

Die Meisterschaften sind noch einmal nach den Regeln der „alten“ Österreichischen Schießordnung abgelaufen, die mit 1. September eine neue Fassung bekommen hat und bereits mit einigen Änderungswünschen unterwegs ist. Die Österreichische Schützenzeitung gibt bei Bedarf gerne Hilfestellung.

Regeln braucht der Schießsport, denn ohne sie würde der Sport leiden und zu kurz kommen. Mindestens so wichtig, vielleicht sogar wichtiger sind aber die Ideen, die der Schießsport braucht, um neuen Zulauf und neue Interessenten zu bekommen. So muss das Bemühen um Blutauffrischung bereits bei den Jüngsten beginnen. Als Beispiel könnten große Fußballspiele dienen, wo vor Spielbeginn die Kleinsten mit den Großen einmarschieren und beim Abspielen der Hymnen mitsingen. Hier kann man den Stolz der Jungen förmlich spüren, einmal mit einem Großen Kontakt gehabt zu haben.

Die Österreichische Schützenzeitung bringt regelmäßig Berichte aus den Bundesländern, wo sich Landesverbände und Vereine immer wieder etwas Neues einfallen lassen, um junge Menschen für den Schießsport zu gewinnen. Da und dort auch, um den Nachwuchs bei der Stange zu halten. Wenn Veranstaltungen wie in Salzburg von namhaften Politikern besucht werden, hat das vor allem für die Akzeptanz unseres Sports große Bedeutung.

Die Österreichische Schützenzeitung zeigt aber auch gerne die bereits gut keimenden Bemühungen auf, den Schießsport in den eigenen Reihen besser darzustellen und zu vermarkten. Während der Österreichische Schützenbund für diese Zwecke Tina Moser als Marketingreferentin angeheuert hat, konnte der Tiroler Landesschützenbund Rudi Sailer gewinnen, im Wege von YouTube eine eigene Internetplattform zu schaffen, die mit hochgeladenen Videofilmen bewegte Bilder in die Wohnzimmer von Schießsportinteressierten bringt. Auf der Homepage des Tiroler Landesschützenbundes unter www.tlsb1.at.tf sind es bereits an die 15 landesbezogene Videos.

Wir stehen hier erst am Anfang einer Entwicklung. Den Aufruf von Rudi Sailer auf Seite 35 der Septemberausgabe sollte man also zum Anlass nehmen, eigene Beiträge zu liefern. Nach dem Interview, das Margit Melmer mit unseren Gewehrspitzen gemacht hat und unter youtube.com/user/Schuetzenzeitung abrufbar ist, war es bei den Meisterschaften in Eisenstadt Gretchen Ewen, die in einem Video Rede und Antwort steht.

Videos auf Bundesländerebene und von den Vereinstätigkeiten würden in YouTube ebenso Platz finden.

heb