Ausgabe 0908
Liebe Leserinnen und Leser!

Alle vier Jahre blickt den Medienberichten zufolge die ganze Welt zu den Olympischen Spielen, wo sportliche Höchstleistungen von den Athleten erwartet werden. Neben den sportlichen Leistungen rückt der wirtschaftliche Faktor immer mehr in den Vordergrund und der viel zitierte olympische Gedanke „Dabei sein ist alles“ trifft für so manchen Athleten nicht mehr zu. Dies zeigt sich in der offensichtlichen Unzufriedenheit eines Sportlers mit dem Gewinn einer olympischen Bronzemedaille, aber auch mit den Versuchen einiger Athleten, mittels Doping eine Medaille zu erringen. Einem Ringer wurde deshalb aufgrund seines nicht angemessenen Verhaltens bei der Siegerehrung seine Bronzemedaille aberkannt, und nach einer positiven Dopingkontrolle verlor ein Sportschütze sogar zwei Medaillen.

Die österreichischen „Olympiaschützen“ konnten in den ersten beiden Bewerben die hoch gesteckten Erwartungen nicht erfüllen, haben aber mit einem hervorragenden fünften und sechsten Rang im Dreistellungsbewerb ihre Weltklasse bewiesen. Für die Medien zählen jedoch keine Weltklasseergebnisse, sondern nur olympische Medaillen. Alle Sportschützen wissen aber diese Leistung zu schätzen und deshalb möchte ich unserem Olympiateam zur zweifachen Finalteilnahme ganz herzlich gratulieren.

Im nichtolympischen Bereich glänzten Österreichs Schützen zur selben Zeit am anderen Ende der Welt durch hervorragende Ergebnisse. Bei der Weltmeisterschaft des „Muzzle Loaders Associations International Committee (MLAIC)“ in Adelaide errangen unsere Schützen drei Goldmedaillen, sechs Silber- und zwei Bronzemedaillen. Bei insgesamt über 850 Starts stellt dieser Medaillenregen einen großartigen Erfolg dar.

Allen Teilnehmern an dieser Vorderladerweltmeisterschaft danke ich für ihren beispielhaften persönlichen und finanziellen Einsatz und gratuliere zu dieser großartigen Medaillenbilanz.

Herzlichst, Ihr

DDr. Herwig van Staa
Bundesoberschützenmeister