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Auf der Suche …
Auf der Suche nach den Besten befindet sich der europäische Schießsport im Nachwuchsbereich. Im tschechischen Pilsen/Plze?n steht vom 7. bis 12. Juli die Junioren-Europameisterschaft auf dem Programm, die Österreich immerhin mit drei Juniorinnen und vier Junioren aus dem Gewehrbereich, einem Junior Pistole und einem Nachwuchsmann Laufende Scheibe beschickt. Für die meisten, die heute im Schießsport ganz oben stehen, waren gute Platzierungen bei Junioren-Europameisterschaften der Beginn ihrer sportlichen Karriere. Dementsprechend groß sind die Hoffnungen der Jungen, in Pilsen gut abzuschneiden. Aber – mit Blick in die Zukunft – auch die Hoffnungen des Österreichischen Schützenbundes, für internationale Wettkämpfe aus einem größeren Reservoir schöpfen zu können. Schon sehr, sehr lange ist es her, dass man in den Disziplinen Pistole, vor allem aber bei der Laufenden Scheibe, über Personalreserven verfügt hat. Auf einer ähnlichen Suche befindet man sich auch im Armbrustbereich. In einer Disziplin, die bis einschließlich der Weltmeisterschaft 1999 in Blintendorf eine jahrelange Blütezeit erlebt hat und sich seither in einer permanenten Führungskrise befindet. Schade! – Schade nicht nur was Österreich betrifft, sondern auch die IAU, den Weltverband mit eingeschlossen. Wie beim Fisch ist es wohl auch in diesem Sport so, dass sich der Übelgeruch vom Kopf her zu verbreiten beginnt und Altlasten nicht beseitigt sind. Nunmehr hat sich der 1. Vizepräsident des Österreichischen Schützenbundes der Krise angenommen und in Ermangelung eines Bundessportleiters seine schützende Hand über die Vorbereitungsarbeiten gehalten. Eine lobenswerte Tat, damit das Werkel wieder zu laufen beginnt. Es bleibt nur zu hoffen, dass aus diesem Provisorium mehr als eine sprichwörtliche Dauerlösung wird und eine Bundessportleitung installiert werden kann, die von allen Landesverbänden akzeptiert wird. Denn über eines muss man sich im Klaren sein: Der Nachwuchs kommt aus den Bundesländern, in denen seriöser Armbrustsport betrieben wird. Auf der Suche nach geeigneten Kräften lohnt sich vielleicht ein Blick auf die Titelseite der Juli-Ausgabe der Österreichischen Schützenzeitung. Am Beispiel Oberösterreich, wo in Perg unter der Schirmherrschaft von Armbrust-Papst Ing. Karl Manner der Armbrustsport seit Jahrzehnten blüht und gedeiht und auch gesellschaftlich auf einer gesunden Basis steht, können sich die Entscheidungsträger im Bundesschützenrat orientieren, wem sie die Verantwortung für den österreichischen Armbrustnachwuchs übertragen. Karl Manner wird es angesichts seines hohen Alters wohl nicht sein können. heb |