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Erfolge und neue Wege für die Zukunft Thomas Farnik sorgt für dritten österreichischen Olympia-Quotenplatz! – Eine Erfolgsmeldung, auf die wir schon lange gewartet haben, denn für die Gewehr-Quotenplätze Nummer eins und zwei hatten zuvor Mario Knögler (60 Liegend) und Wolfram Waibel jun. (Luftgewehr) gesorgt. Weil beide regelbedingt bei 3x40 nicht mehr eingreifen konnten und somit trotz ihrer unbestrittenen Klasse anderen den Vortritt überlassen mussten, lag die Verantwortung bei Thomas Farnik, Christian Planer und Alois Fink. Aufgrund seines Könnens durfte man diesen für Athen 2004 so wichtigen Gewehr-Erfolg am ehesten Thomas Farnik zutrauen, doch hat sich bei den Weltcups in Zagreb und in München neben ihm auch Christian Planer gut geschlagen. Alois Fink, der möglicherweise mit einem anderen Formaufbau unterwegs ist, darf sich nun weniger belastet auf die kommenden großen Wettkämpfe konzentrieren – und hoffen, dass ihm dort der Knopf aufgeht. Nach ihrer kurzen Babypause in die Wettkampfszene zurückgekehrt, braucht Monika Haselsberger noch einige stärkere LG-Wettkämpfe, um in der absoluten Weltspitze mitmischen zu können. Trotzdem trägt sie im Kampf um einen österreichischen Frauen-Quotenplatz die meisten Hoffnungen. Richtig Leid kann einem Wolfgang Psenner tun, der beim Weltcup in Fort Benning eine Zeitlang auf Siegeskurs schoss, den Quotenplatz in der Endabrechnung aber um Haaresbreite verfehlte. Mit dieser Enttäuschung scheint er weder in Zagreb noch in München fertig geworden zu sein – und hat wohl auch niemanden gehabt, der ihm dabei hätte helfen können. Auf einem anderen Schauplatz, nämlich beim Internationalen Wettkampf in Suhl, Deutschland, werden auch unsere Juniorinnen und Junioren gelitten haben. Wenn man von Stefan Raser (mit Abstrichen) absieht, haben alle weder ihr eigenes geschweige denn das heutige internationale Niveau erreicht. Sollte das der Grund dafür gewesen sein, dass der Österreichischen Schützenzeitung bis Redaktionsschluss kein Ergebnisbericht zugegangen ist, dann wird die Einstellung der Mannschaftsführung zur Information der am Schießsport Interessierten zu überprüfen sein. Denn einerseits schwache Leistungen einfach zu übergehen und andererseits Erfolgsmeldungen über das Abschneiden beim darauf folgenden Alpencup der Juniorinnen und Junioren in Straßburg, Frankreich, aus durchschaubaren Gründen bereits einen Tag nach der Heimkehr zu verbreiten, passt nicht zusammen. Nichtsdestoweniger verdient der Alpencup-Sieg des erst 16-jährigen Kärntners Raphael Lugger im 60 Liegend-Bewerb Einzel und der Mannschaftserfolg des Trios Raphael und Andreas Lugger sowie Florian Kammerlander eine besondere Erwähnung. Erstens weil die sozusagen „nicht qualifizierten“ Zwillingsbrüder aus Kärnten nur als Notlösung zum Einsatz gekommen sind und zweitens, was Qualifikationen und Entsendungsmodus betrifft, für den Schießsport neue, durchaus auch positive Perspektiven entstanden sind. Andere, für die Zukunft des österreichischen Schießsports neue Wege wurden in Oberösterreich aufgezeigt. Dort ist es dem Schützenverein Kremsmünster auf Anhieb gelungen, die Aufmerksamkeit auf den in Österreich noch wenig bekannten Sommerbiathlon zu lenken. Diese in Anlehnung an den olympischen Winterbiathlon entwickelte Sportart ist vor allem in Deutschland schon gut entwickelt und wird in nächster Zeit wahrscheinlich in das Programm der ISSF aufgenommen werden. Sommerbiathlon sollte auch in Österreich eine Chance bekommen. – Mit Funktionären, die nicht nur willens, sondern auch fähig sind, neue Wege zu gehen. heb |