Ausgabe 0608
Der Countdown für Peking läuft

Unterschiedlich wie kaum zuvor verläuft die olympische Vorbereitungszeit für Österreichs Sportschützen.

Während Thomas Farnik wenige Wochen vor Peking mit einer beruhigenden Frühform unterwegs ist und bei den Weltcups in München und Mailand mehrere Finaleplätze erzielen konnte, kämpft der Tiroler Christian Planer mit gesundheitlichen Problemen, die ihn daran gehindert haben, in Mailand mitzumachen. Auch der Oberösterreicher Mario Knögler musste die letzten großen Leistungskontrollen auslassen, weil er sich nach den vorangegangenen unerklärlichen Ausrutschern mit Materialabstimmungen beschäftigen muss. – Gut dass die beiden schon seit längerer Zeit feststehenden Fixstarter die erforderlichen Leistungsbestätigungen für die Olympischen Sommerspiele in China bereits erbracht haben und dass es einen Büchsenmacher in der Person von Christian Planer gibt, der dem Oberösterreicher behilflich ist, den Materialmängeln auf die Spur zu kommen.

Was der einen Leid (sprich: nicht wettkampftauglich zu sein), kann den anderen (hier den in die Männerklasse aufgestiegenen Florian Kammerlander, Stefan Raser und Martin Strempfl) zur Freude werden. Vor allem dem Tiroler Florian Kammerlander, der sich beim Weltcup in Mailand mit seinem Luftgewehrergebnis ins Finale und somit mitten in die Weltelite schoss. Das bei der heurigen Staatsmeisterschaft in Kufstein mit Gold und Silber auftrumpfende Duo Strempfl (Steiermark) und Raser (Oberösterreich) legte bei den Weltcups eine Talentprobe ab und harrt mit Florian Kammerlander der Dinge, die da nach den Olympischen Spielen in Peking kommen werden. Es wäre durchaus wünschenswert, wenn sie den „alten Hasen“ Farnik, Knögler und Planer da oder dort etwas Druck machen könnten. Es muss für unsere drei Aushängeschilder ja nicht gleich den Countdown ihrer glänzenden Sportkarriere bedeuten.

heb