Ausgabe 0604
Bäume pflanzen: zur Erinnerung
und als Symbol für die Zukunft

20 Jahre Hagenthaler Sportschützenverein waren der Anlass für den Niederösterreichischen Landesschützenverband, in St. Andrä-Wördern den 22. Landesschützentag zu feiern. Viel Prominenz aus Landespolitik, lokaler Gesellschaft und österreichischem Schießsport hatte sich dort eingefunden, um dem niederösterreichischen Schießsport die Referenz zu erweisen und die Leistungen seiner Vereine für die Gesellschaft wie auch die Jugendarbeit zu würdigen.

Einer inzwischen schon zur Tradition gewordenen Gepflogenheit folgend wurde ein Baum gepflanzt, der für den Ort sicherlich eine Erinnerung an das große Ereignis und ein Symbol für den Willen sein wird, dass man nicht nur erbrachte Leistungen gerne würdigt, sondern auch an die Zukunft denkt.

So wie dies in der Tiroler Gemeinde Münster geschieht, wo eine Hand voll Funktionäre in einer beispielgebenden Art in der Lage ist, die Jugend für den Schießsport zu begeistern.

Die Schützengilde Münster mit ihrem Nachwuchsbetreuer Günther Mühlbacher steht hier stellvertretend für viele österreichische Vereine, die an der Basis hervorragende Arbeit leisten. Ein Zeichen, dass es Menschen gibt, die neben dem Willen auch die Fähigkeit und die Ausdauer besitzen, für die Jugend Zeit zu opfern und mit ihr zu arbeiten.

Nur bei ständiger Arbeit mit der Jugend können Bäume heranwachsen, die geeignet sind, die Zukunft des österreichischen Schießsports zu sichern. Dies zu fördern sollte nicht nur auf Vereins- und Bundesländerebene, sondern auch beim Österreichischen Schützenbund einen hohen Stellenwert haben. Man wird also erkennen müssen, dass die bestehenden Strukturen und die Maßnahmen in der Vergangenheit allein nicht ausreichen werden, um die Aufbauarbeit der Vereine erfolgreich und jugendgerecht weiterzuführen.

Die Österreichische Schützenzeitung macht deshalb wie in mehreren vorangegangenen Ausgaben wieder einmal (siehe Seite 30) einen „Blick über die Grenzen“, um am Beispiel der im DSB institutionell verankerten Deutschen Schützenjugend zu zeigen, was es auf dem Gebiet der Jugendarbeit anderswo gibt – nämlich Bäumchen, die für die Zukunft des Schießsports gepflanzt wurden und gedeihen sollen.

heb