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Der Sport ist wieder auf der Tagesordnung Unbeeindruckt von den Geschehnissen auf Funktionärsebene haben Österreichs Schießsportler die großen internationalen Wettkämpfe der heurigen Saison in Angriff genommen. Hoffentlich bleiben sie von den Querschüssen, die in letzter Zeit gegen die Verantwortlichen im ÖSB abgegeben wurden, auch weiterhin unbeeindruckt, denn es geht schließlich um die wenigen noch offenen Möglichkeiten, für die Olympischen Spiele 2004 Quotenplätze zu erringen. Beim Weltcup in Fort Benning, USA, hätte dies der Vorarlberger Wolfgang Psenner um ein Haar geschafft. Wie im Vorjahr Monika Haselsberger mit dem Luftgewehr in Mailand hatte Wolfgang Psenner mit der Freien Pistole (50-m-Pistole) reelle Chancen, uns als kurzfristig schon in Führung Gelegener mit diesem Kunststück zu überraschen. Wenn auch der erforderliche dritte Rang nicht gelingen wollte, freuen wir uns mit ihm, dass er sich mit seinem vierten Platz Freie Pistole plus einem achten Gesamtrang Luftpistole in die Weltspitze hineingeschossen und die in ihn gesetzten Erwartungen sogar übertroffen hat. Im Gegensatz zu ihm erwartet die österreichische Schützengemeinde vom Oberösterreicher Mario Knögler schon etwas mehr. Dieses Mehr konnte er in Fort Benning mit einer Bronzemedaille 6o Liegend und einem sechsten Rang 3x40 auch erfüllen. Eine stolze und Selbstvertrauen stärkende Bilanz, die angesichts seiner in Serie bereits vierten Weltcup-Medaille 60 Liegend wohl auch ein kleiner Rucksack auf dem Weg zu den nächsten großen Wettkämpfen sein wird. Einen weiteren Schritt nach vorne hat beim Weltcup in den USA der Tiroler Christian Planer gemacht, wo er mit dem Luftgewehr und in 60 Liegend jeweils den zehnten Platz erreicht und mit Weltklasseleuten wie Eckhardt, Farnik, Gönci, Hirvi, Khadjibekov und Krebs ringgleich ausgeschossen hat. Obwohl ihn einige nur als Luftgewehrspezialisten sehen wollen, wird er sich nach 60 Liegend auch eine Chance in 3x40 zu erarbeiten wissen. Vor ihm ist dies bereits dem Kärntner Alois Fink gelungen, der im Dreistellungsmatch nach den 1161 Ringen in Fort Benning wieder an seine Form aus dem Vorjahr anschließen möchte, um weiter vorne mitmischen zu können. Auch beim stark besetzten Internationalen Wettkampf in Pilsen, Tschechien, konnten sich die österreichischen Teilnehmer gut in Szene setzen. Während Wolfram Waibel jun. mit seinem vierten Platz Luftgewehr das gebracht hat, was man von ihm erwartet hat, haben die gerade erst dem Juniorenalter entwachsenen Oberösterreicher Gerhard Brandmaier (60 Liegend 595) und Roland Raab (Dreistellung 1159) auf sich aufmerksam gemacht. – Für die Weltcups Anfang Juni in Zagreb und gleich danach in München sicherlich noch nicht ausreichende, immerhin aber sportliche Leistungen, über die man lieber spricht als über jene Schäden, die im ÖSB durch Querschüsse entstanden sind und die es noch zu sanieren gilt. Über beide Großereignisse konnten die am Schießsport Interessierten jeweils schon am nächsten Tag das Wichtigste erfahren. Dank Werner Hirt, Schweiz, der vom Bundesoberschützenmeister Dr. Gottfried Feurstein bei der ÖSTM in Bregenz für diese Medienarbeit gewonnen werden konnte, stand praktisch alles zumindest einen Tag im ORF-Teletext und je nach Bedeutung des Erfolges auch in verschiedenen Tageszeitungen. Ein hoffentlich nachhaltiger Qualitätssprung in der Öffentlichkeitsarbeit, mit dem es der Sport geschafft hat, auf der Tagesordnung wieder ganz oben zu stehen. heb |