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Feste soll man feiern, wie sie fallen ... Feste zu feiern, wie sie fallen, steht auch den Sportschützen zu, denn der Alltag beschert ihnen ohnehin immer wieder Ereignisse, die nicht erfreulich sind. Ein freudiges Ereignis gibt es nach der 400-Jahre-Feier des niederösterreichischen Schützenvereins Stockerau 1602 auch in Oberösterreich, wo am 16. Juni der Priv. K. u. K. Schützenverein Mondsee sein 400-jähriges Jubiläum feiert - mit Festgottesdienst, Fahnenweihe und Festumzug. Dass die Gemeinde dem Schützenverein im neu errichteten Sportzentrum ein eigenes Schützenheim zur Verfügung stellt, kommt anderswo nicht alle Tage vor und zeigt die Wertschätzung, die der Schießsport in Mondsee genießt. In Neukirchen bei Altmünster am Traunsee hat man nicht erst drei Jahrhunderte gewartet, um mit allem Drum und Dran ein Jubiläum zu feiern. Dort haben 45 Jahre genügt, um sich nach Jahren exklusiven Vereinslebens nach außen hin zu öffnen. Mit der Förderung der Jugend und der Integration von agilen Frauen setzt man in Neukirchen wie auch im übrigen Traunviertel erfreulicherweise auf diese beiden Säulen des Schießsports. Wohl im kleineren Rahmen, nichtsdestoweniger aber mit viel Freude und zum Teil auch mit etwas Genugtuung, wird der Anhang von Mario Knögler, Oberösterreich, Monika Haselsberger, Tirol, und Alois Fink, Körnten, die Erfolge von Mailand gefeiert haben. Der Weltcupsieg mit österreichischem Finalerekord des 22-jährigen Oberösterreichers in der Königsdisziplin 3x40, sein zweiter Rang in 60 Liegend und der neunte Platz mit dem Luftgewehr stellen schon eine Seltenheit bei schießsportlichen Großereignissen dar. - Eine Seltenheit, die dann nicht eingetreten wäre, wenn man den heuer bereits mehrfach Spitzenplatzierten, wie beim Weltcup in Atlanta, nicht hätte starten lassen. Die reglementmäßig bedingte Schlussfolgerung, dass ein Weltcupsieger für sein Land Keinen Olympia-Quotenplatz mehr erzielen kann, darf subjektiv dann als sportliche Ungerechtigkeit empfunden werden, wenn man die gegenwärtige Hochform eines Schützen und den Umstand in Betracht ziehen muss, dass die meisten unserer Spitzenleute zumindest Semiprofis sind. Monika Haselsberger ist, wie gehofft, wieder auf die Weltcupbühne zurückgekehrt und hatte in Mailand beim vorletzten Schuss bereits den ersten Quotenplatz für die österreichischen Frauen in der Hand. 10,8 Punkte der Deutschen Alexandra Schneider im allerletzten Schuss verhinderten leider diesen Erfolg, über den sie sich trotzdem freuen sollte und ihn hoffentlich auch gefeiert hat. Der Kärntner Alois Fink darf sich über seinen 8. Finaleplatz LG gleich mehrfach freuen. Erstens ist diese Platzierung seine bisher wertvollste internationale. Leistung, zweitens war Fink in diesem Bewerb neben Mario Knögler der zweite Österreicher im Finale, drittens erzielte er ein Olympia-A-Limit und viertens hat er jene Zweifler eines Besseren belehrt, die gemeint haben, dass ein Sportschütze in seinem Alter (35) den Durchbruch in die Weltklasse kaum mehr schaffen könne. Vier Gründe und wahrscheinlich noch mehr, um ein kleines Fest zu feiern. heb |