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Einschüchterung – ein Führungsinstrument im ÖSB? Welches Wort wäre besser geeignet, das zu umschreiben, was sich in der Medienarbeit des ÖSB derzeit abspielt. Ein Schreibverbot, per Präsidiumsbeschluss gegen die Bundessportleiter verhängt, scheint der Weisheit letzter Schluss zu sein, um in erster Linie die Österreichische Schützenzeitung zu treffen. Offenbar weil die Berichte der Bundessportleiter in den letzten Jahren zu einer beliebten Lektüre für Schießsportinteressierte geworden sind, dürfen sie für die ÖSZ nichts mehr schreiben. Damit das Ganze einen seriösen Anstrich bekommt, muss ab sofort alles an das Generalsekretariat geschickt werden, wo entschieden wird, ob, was und an welche Medien etwas weitergeleitet wird. So als ob jemand anderer die inhaltsvollen, fachlich fundierten Berichte der ehrenamtlich tätigen Bundessportleiter in der ÖSZ jemals besser hätte schreiben können. Die Nachschlagwerke sollen nunmehr die Homepage des ÖSB und/oder „10,9“ sein. Redigiert und unter anderem Namen wird man das lesen können, was man der Leserschaft aus der Sicht des ÖSB zumuten kann; stark verkürzt und unter fremder „Geschriebenschaft“. Im Gegensatz zur Österreichischen Schützenzeitung, wo die Autoren mit ihrem Namen und nach persönlicher Entscheidung auch mit ihrem Konterfei aufscheinen. In einem blauäugigen Versuch wollte der Generalsekretär telefonisch den Eindruck vermitteln, dass das Schreibverbot keine Bevormundung der Bundessportleiter durch das Präsidium des ÖSB und auch kein Einschüchterungsmittel sei, sondern vielmehr nur eine Marketingstrategie zur attraktiveren Gestaltung der hauseigenen Homepage. – Wer’s glaubt, wird … Generalsekretär oder nächstes Mitglied im Präsidium des ÖSB. Naheliegender ist wohl, dass man hier zwei Fliegen mit einem Schlag erwischen möchte. Nämlich die Homepage aktueller als bisher zu gestalten und der ÖSZ das Wasser abzugraben. Schlag nach bei Machiavelli, dem Rechtfertigungsstrategen für Krieg und alle Mittel zum Machtgewinn, wenn sie nur den Zweck heiligen. So zum Beispiel konnte der Florentiner Machiavelli keinen Geringeren als Leonardo da Vinci gewinnen, einen Plan zu entwerfen, den Arno in einen schiffbaren Verbindungskanal zum Mittelmeer umzuleiten, um so das starke Pisa zu schwächen. Dass daraus nicht das Erwünschte wurde, belegt die Geschichte. Wir von der Österreichischen Schützenzeitung leben mit der Gegenwart und werden trachten, trotz der (angeblich wegen unserer „ungehörigen“ Schreibweise) erfolgten ÖSB-Strafsanktionen dem Schießsport weiter zu dienen. Wir werden den Führungsstil gegenüber den ehrenamtlichen Bundessportleitern beobachten und dagegen anschreiben, wenn sie weiterhin wie Schulbuben und Schulmädchen behandelt werden. Wie wir unsere Arbeit in Zukunft gestalten wollen, kann man auf den Seiten 18 bis 20, 25 sowie 34 und 35 lesen. heb |