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Gute Vorbereitung – die Voraussetzung für den Erfolg Erfolgreich über die Bühne gebracht wurden im März zwei große Schießsportveranstaltungen. Während die österreichische (Staats-)Meisterschaft Luftgewehr, Luftpistole und Laufende Scheibe in Herzogenburg auf nationaler Ebene im Mittelpunkt des Schießsportinteresses stand, waren unsere Augen international nach Sydney (Australien) gerichtet, wo der erste ISSF-Weltcup des heurigen Jahres stattfand. Mit rund 900 Teilnehmern hatte Niederösterreich als Veranstalterland der ÖSTM ein Monsterprogramm zu bewältigen, dessen Abwicklung nicht nur den verantwortlichen Bundessportleitern, sondern auch den mehr als fünfzig niederösterreichischen Funktionären viel Kraft und Zeitaufwand schon mit Beginn der Vorbereitungen im Vorjahr abverlangt hat. Ein neues Bild bot sich den Zuschauern, weil zum ersten Mal die Jugendklassen 1 und 2 mit dabei sein durften. Eine vernünftige und auch zukunftsweisende Entscheidung des Österreichischen Schützenbundes, geht es doch um die Bestrebung, möglichst viele junge Menschen schon im Kindesalter für den Schießsport zu gewinnen. Bemerkenswert dabei, mit welchem Feingefühl hier Waffen- und Bekleidungskontrollore, Funktionäre des ÖSB sowie die Standaufsichten bestrebt waren, den Jüngsten das Lampenfieber vor dem großen Wettkampf zu nehmen. Die Weiterentwicklung von österreichischen Meisterschaften hat damit eine Feuerprobe bestanden. Die Schießklasse der Ältesten einzubinden wäre ebenso einen Versuch wert. In die Meisterschaft gut vorbereitet sind auch die Aktiven gegangen, was sich nicht nur in Spitzenergebnissen und neuen Rekorden niedergeschlagen hat, sondern auch im Auftauchen von neuen Gesichtern auf den Siegerpodesten. Um nur einige zu nennen: Überraschungsmann Hannes Fabian aus Oberösterreich in der Männerklasse Luftgewehr. Ihm ist es gelungen, den nach dem Grunddurchgang mit einem guten Polster führenden Thomas Farnik im allerletzten Finaleschuss abzufangen – so wie es Thomas in den Jahren zuvor selbst mehrmals gelungen ist. Dass ein knapp Zwölfjähriger wie der Niederösterreicher Daniel Kral nicht nur Nerven wie aus Stahl zu haben scheint, sondern für seine Siege in den Klassen Jugend 2 und Junioren (LP5!) auch gut vorbereitet angetreten ist, sollte für die weniger Fleißigen ein Ansporn sein. Im Kollektiv haben es zum Beispiel die gleich zu fünft ins Finale vorgedrungenen Luftgewehr-Juniorinnen aus Tirol gezeigt, dass dort exzellente Vorbereitungsarbeit geleistet wird. Dass sie in punkto Vorbereitung Wasser nicht nur predigen, sondern auch trinken, haben Bundessportleiterin Luftgewehr Margit Melmer und Pistolen-Nachwuchstrainerin Gretchen Ewen gezeigt. Beide haben in ihren Altersklassen ganz vorne mitgemischt und jeweils Silber gewonnen. Ebenfalls mit Silber und zusätzlich mit einer Bronzemedaille ist Mario Knögler vom ISSF-Weltcup in Sydney zurückgekehrt. Dass er und Christian Planer den Weltcup vorgezogen und bei der Staatsmeisterschaft nicht angetreten sind, leuchtet angesichts der im August bevorstehenden ISSF-Weltmeisterschaft ein, wenngleich man sie bei der ÖSTM in Herzogenburg gerne im Vergleich mit den Finaleteilnehmern Luftgewehr gesehen hätte. Über die Stimmung während der Wettkämpfe und im Publikum können sich die beiden Weltcupteilnehmer ein Bild in „SchiessSport.tv“ machen, wo Rudi Sailer medial wieder einen weiteren Entwicklungssprung gemacht hat. heb |