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Aufbruchstimmung im österreichischen Schießsport Unterwegs zu neuen Zielen und trotzdem am eigenen, traditionellen Ufer bleibend befindet sich seit einiger Zeit der Österreichische Schützenbund. Diesen Eindruck konnte man als Gast bei der Bundeshauptversammlung 2009 gewinnen. Weil Wege zu neuen Zielen, sprich: zu sportlichen Erfolgen in der Regel mit finanziellem Mehraufwand verbunden sind, ist man auf der Suche nach geeigneten Quellen. In Zeiten einer von Finanzhaien hervorgerufenen Wirtschaftskrise kein leichtes, nichtsdestoweniger aber zu meisterndes Unterfangen. Wie in anderen Sportbereichen bereits erfolgreich praktiziert, plant man als ersten Schritt eine Selbstdarstellung, die bei möglichen Sponsoren Interesse wecken soll. Und weil die Darstellung der schießsportlichen Erfolge über die persönlichen Beziehungen der Repräsentanten des heimischen Schießsports hinaus transportiert werden muss, bedarf es eines eigenen Printmediums. Geplant ist eine Hochglanzpostille, die vor der Herausgabe im Mai steht und den vielsagenden Titel „10,9“ tragen wird. Die menschliche Pupille mit der Iris als „Eyecatcher“ auf der Titelseite fällt ins Auge und soll zum Hineinschauen in das Blattinnere einladen, wo in Kommentaren auch Außenstehende zu Wort kommen werden. Was die Ergebnisberichterstattung betrifft, will man sich auf größere Wettkämpfe beschränken, womit der vom Oberösterreichischen Landesschützenverband herausgegebenen „Österreichischen Schützenzeitung“ nicht nur der Name, sondern auch die bisherige ausführliche Darstellung von Ergebnissen auf allen Ebenen erhalten bleiben wird. Eine friedliche Koexistenz im Interesse des österreichischen Schießsports ist das beiderseitige Gelöbnis. Möge das Werk den Meister loben … Wenn sich die Suche nach Inserenten und Abonnenten erfolgreich einstellt, wird der Schießsport von den weiteren Plänen des Österreichischen Schützenbundes profitieren. Zum Beispiel durch das verstärkte Engagement professioneller Trainer, Sportpsychologen und Mediziner, aber auch durch die Verstärkung des Trainings- und Vorbereitungsaufwandes. Dass auf letzterem Gebiet einiges notwendig sein wird, hat uns in einem kleinen Detail die österreichische Meisterschaft Luftgewehr Jugend in Linz gezeigt. In einer Kraftanstrengung besonderer Art ist es dem Verein „Landeshauptschießstand Auerhahn“, namentlich und hauptsächlich dem Bundessportleiter Marc Heyer, gelungen, die Klassen Jugend 1 und 2 erstmals bei einer solchen Meisterschaft auf elektronischen Anlagen schießen zu lassen. Allein schon im Interesse der Chancengleichheit wird man in den übrigen Landesverbänden nachziehen und nach geeigneten Möglichkeiten Ausschau halten. Das Zeitalter der kostensparenden Verwendung von Scheibenstreifen wird dann in der Vorbereitungsphase für eine „Österreichische“ auch bei der Schützenjugend vorbei sein. Womit noch zu hoffen bleibt, dass sich die Aufbruchstimmung im österreichischen Schießsport auch auf die weiteren Schritte in Richtung Sommerbiathlon überträgt. heb
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