Ausgabe 0305
Auf zu neuen Ufern
im österreichischen Schießsport

Mit großer Erleichterung werden wohl alle die Bundeshauptversammlung des Österreichischen Schützenbundes erlebt haben, die am 4. März im Salzburger Hotel Stieglbräu abgehalten wurde.

Auf der einen Seite die in der Vergangenheit ungeschickt Agierenden im ÖSB, Hand in Hand mit den, wie immer zu solchen gewordenen, tätig Bereuenden. Und auf der anderen Seite jene, denen es in erster Linie um das Schicksal des österreichischen Schießsports geht, der sich bei der zeitgleich laufenden Europameisterschaft in Tallinn wieder einmal erfolgreich in Szene setzen konnte.

Kein Geringerer als der Tiroler Landeshauptmann DDr. Herwig van Staa trägt als einstimmig neu gewählter Bundesoberschützenmeister ab sofort die Hoffnungen des heimischen Schießsports, wenn es um seine Führungsspitze geht. Jener Tiroler Landeshauptmann, der erst vor einigen Wochen zum Tiroler Landes-Oberstschützenmeister gewählt wurde und damals wahrscheinlich noch nicht ahnte, dass man sich von ihm mehr als nur die Übernahme der obersten Ehrenfunktion im Tiroler Landesschützenbund wünscht, wo Bundesminister Günther Platter Landesoberschützenmeister ist.

Nach den kurz und prägnant gefassten Antrittsworten im Salzburger Hotel Stieglbräu machte sich die Hoffnung breit, mit Bundesoberschützenmeister Herwig van Staa einen Mann gewonnen zu haben, der abschätzen kann, was für die Zukunft des österreichischen Schießsports notwendig sein wird. Nämlich neben dem Spitzensport auch der Breitensport, wo beide von Gremien mit klaren Satzungen und modernen Strukturen geleitet werden und die Willensbildung in den Landesorganisationen erfolgt.

Möge das Selbstverständnis des neu gewählten Bundesoberschützenmeisters von einem Sport ohne Intrigen ein Wegweiser für uns alle sein.

heb