Ausgabe 0304
Werbung für den
österreichischen Schießsport

Wie schön ist es doch, wenn man über Erfreuliches vom österreichischen Schießsport berichten kann.

Haben uns in der Februarausgabe zwei Sportschützinnen einen Blick zu ihren künstlerischen Betätigungsfeldern machen lassen, wollen wir uns im März mit zwei Sportschützenvereinen freuen, die für unseren Sport Werbung vom Feinsten geboten haben. Die Rede ist von der Schützengilde Münster aus Tirol und vom oberösterreichischen Heeressportverein Stadl-Paura, der sich mit der Jägerschaft aus der Gemeinde Desselbrunn für eine gute Tat zusammengetan hat.

Was der Schützengilde Münster mit dem „Österreichischen Lotterien-Alpencup“ gelungen ist, ist mehr als erstaunlich. Allein das Wagnis, als kleiner Verein an ein solches Monsterprojekt heranzugehen und es mit einer Hand voll Vereinsfunktionären nahezu bis zur Perfektion zu entwickeln, setzt offene Augen für Zukünftiges, Mut, Entschlossenheit und kurze Entscheidungswege voraus. Also Voraussetzungen, die in höheren Ebenen sehr oft fehlen, weil Einzel- oder regionale Interessen in den nicht selten überladenen Führungsgremien rechtzeitige Entscheidungen behindern und so dem Fortschritt im Wege stehen.

Der Mut zum Risiko war in Münster auf jeden Fall stärker als die Bedenken vor einem möglichen Nichtgelingen und der Blamage vor jenen, die mit ihren Bedenken immer schnell zur Seite stehen.

Die Österreichische Schützenzeitung verhehlt nicht, dass sie den Fortgang der Vorbereitungen von Anfang an mit Spannung begleitet hat und auf das sportliche wie auch das organisatorische Ergebnis neugierig war. – Die mediale Unterstützung (auch über die Homepage der ÖSZ) hat sich gelohnt, allein schon wegen der Impulse, die für den heimischen Schießsport von Münster ausgegangen sind.

Dass diese Impulse nicht schon morgen bei jedem Sportschützenverein oder Landesverband Früchte tragen können, leuchtet allein wegen der Veranstaltungsdimensionen ein; auch in Münster wird nicht so schnell eine gleich große Veranstaltung stattfinden können. Was aber möglich sein wird, ist die Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit, der Einsatz moderner Marketing- und Präsentationsmethoden und das zeitgemäße Vorgehen beim Gewinnen und Betreuen von Sponsoren, ohne die im Sport auch in Zukunft nicht viel laufen wird. Wer die Gelegenheit wahrnehmen wird, das Wissen und die Erfahrungen der Schützengilde Münster „anzuzapfen“, wird zusätzlich profitieren.

Dass der Schießsport selbst in der Lage ist, als Sponsor für eine gute Sache einzutreten, sehen wir am Beispiel des Heeressportvereins Stadl-Paura in Oberösterreich. In Zusammenarbeit mit der benachbarten Jägerschaft in Desselbrunn konnte man bereits zum zweiten Mal bei einem Benefizschießen für eine in Not geratene Familie eine beachtliche Geldsumme hereinspielen. – Eine unbezahlbare Werbung für den Schießsport, wie sie wahrscheinlich auch anderswo schon praktiziert wurde, aber noch nicht bekannt geworden ist.

Schön wäre es, wenn wir vom österreichischen Schießsport auch in Zukunft über solcherart Erfreuliches berichten könnten. Wir blicken also gespannt nach Vorarlberg, wo das Finale des Pilotprojektes der Luftpistolenschützen „Zielsport – olympische Luftpistole“ angesagt ist, das am 12. und 13. März mit einem großen Aufwand für die Publikumswirksamkeit über die Bühne gehen wird.

heb