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Neue Wege in der Nachwuchsarbeit Dass man im Interesse des Schießsports neue Wege beschreiten kann, zeigt uns die Titelseite der März-Ausgabe. Wie schon andere Vereine und Verbände zuvor hat der in Niederösterreich beheimatete Schützenverein Frankenfels mit seinem rührigen Oberschützenmeister Eduard Gonaus gezeigt, dass solche Wege nicht immer von ganz oben vorgegeben werden müssen. Kleine Einheiten sind bekanntermaßen beweglicher und in ihrer Entscheidungsfreiheit durch Abhängigkeiten nicht so stark eingeschränkt wie die großen. Wenn sich ein Sportschütze wie Thomas Farnik, der schon viele Jahre zur absoluten Weltspitze gehört, dazu bereit erklärt, mit dem Nachwuchs zu arbeiten, dann wird das sicherlich mehrere Gründe haben. Vielleicht schaut er auf seinen eigenen sportlichen Werdegang zurück und sieht, was sich rund um ihn und die Nachwuchsarbeit im österreichischen Schießsport alles tut. Das Entscheidende ist, dass es ihm offensichtlich nichts ausmachen würde, wenn einer seiner Schützlinge dereinst sein sportlicher Konkurrent wäre. Solche Bedenken und vor allem der Zeitmangel mitten im Berufsleben stehender Spitzensportler hat die meisten von ihnen abgehalten, sich der Trainerarbeit zuzuwenden. Noch dazu, wo die für den österreichischen Schießsport tätigen und an den Fingern einer Hand abzählbaren Trainer bis dato pro Jahr lediglich mit einer Entschädigung von rund 5000 Euro (70000 bis 80000 Schilling) rechnen konnten. – Für Trainer, die von einem anderen Haupterwerb leben können, wohl etwas mehr als eine Aufwandsentschädigung, für eine existenzsichernde Einnahmequelle aber bei weitem zu wenig. Vor dieser nicht leicht zu lösenden Aufgabe wird über kurz oder lang der Österreichische Schützenbund stehen, will er sich für seine Nachwuchsarbeit jene heutigen Leistungsträger sichern, die er notwendig hat, um auf dem internationalen Parkett weiterhin ganz vorne mitmischen zu können. Den Willen, in der Nachwuchsarbeit mit Jüngeren neue Wege zu gehen, hat die Basis bereits in verschiedenen Varianten gezeigt. Für den Österreichischen Schützenbund und seine Landesorganisationen gilt es also, auch für diesen Bereich der schießsportlichen Zukunft das richtige Sensorium zu finden. heb |