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Mit Freude und Zuversicht in ein neues Schützenjahr
Erfolge sind meistens die
Motivation für weitere Anstrengungen – nicht nur im sportlichen, sondern auch im organisatorischen Bereich.
Mit den
Ergebnissen der Arbeit im Österreichischen Schützenbund, aber auch in den befreundeten Verbänden VJWÖ und IPSC Austria,
und den sportlichen Erfolgen im abgelaufenen Jahr darf man mit Zuversicht auf das Jahr 2006 blicken. Auch dann, wenn man
weiß, dass ein kleines Land wie Österreich nicht immer Mannschaften stellen kann, die wie im Vorjahr Europameister werden
und Weltrekorde erzielen und deren Sportler bei Weltmeisterschaften oder Weltcups auf dem Siegerpodest stehen. Sei es in
olympischen oder in nicht olympischen Disziplinen.
Wenn das Verbandsklima in Ordnung ist und mit einer gediegenen
Aufbauarbeit an der Basis für Nachschub gesorgt wird, muss man eigentlich nur noch die nötige Geduld aufbringen, bis sich
Erfolge einstellen.
Klappt es im Gewehrbereich schon seit einigen Jahren, so kann man nach einer langen Durststrecke
die Saat der Nachwuchspflege auch im Bereich Pistole und bei den Wurfscheiben erkennen. – Wie es die Aufbaubewerbe zeigen,
ganz erfreulich in den Landesverbänden Vorarlberg und Burgenland, wo neue Kräfte mit zeitgemäßen Methoden die Jugend an
den Spitzensport heranführen.
Mit Bewunderung, manchmal auch ein wenig neidisch beobachtet die Österreichische
Schützenzeitung bei ihrem regelmäßigen Blick über die Grenzen (siehe z. B. Seite 26) die Organisation und die Arbeit
im Deutschen Schützenbund. Dies vor allem dann, wenn es um die Möglichkeit der Jugend und der Frauen geht, sich selbst
zu organisieren und bei Entscheidungsprozessen sowohl auf Länder- als auch auf Bundesebene mitwirken zu können. Unter
der vor einem Jahr neu installierten Führung des Österreichischen Schützenbundes – also unter Bundesoberschützenmeister
DDr. Herwig van Staa – wird es in den nächsten Jahren hoffentlich gelingen, dem Schießsportland Deutschland hier zumindest
in kleinen Schritten zu folgen.
Dass die Gewährung von Handlungsfreiheit manchmal auch straffe Zügel erfordert, zeigt
man in Deutschland (siehe Seite 27) bei der Behandlung von Eigenmächtigkeiten im Armbrustsport, der vor nicht allzu langer
Zeit auch in Österreich aus dem Ruder zu laufen drohte.
Ein besonderer Blick in diese in den Nachbarländern und auf
internationaler Ebene unglücklich agierende Sparte des Schießsports ist für Österreich im heurigen Jahr notwendig, weil
wir im August die Armbrust-Weltmeisterschaft veranstalten werden.
Mit Freude und Zuversicht an die Arbeit gegangen,
könnten so von Österreich Impulse ausgehen, die sich auf die internationale Schießsportebene positiv
auswirken.
heb |