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Mutige Schritte in die Zukunft Über die Zukunft des Schießsports wird gerne geredet, für ihn tatsächlich etwas zu tun ist sehr oft eine andere Sache. Zum Aufgang des neuen Schützenjahres möchte die Österreichische Schützenzeitung auf Beispiele hinweisen, die zeigen, dass es nur etwas Mut und guten Willen braucht, um einen Schritt in die Zukunft zu tun. Interessante Beispiele liefern uns die Tiroler Schützengilde Münster und die Vorarlberger Luftpistolen-Schützen, die sich zum Ziel gesetzt haben, dem Schießsport neue Impulse zu geben. Beide haben erkannt, dass es nicht genügt, bei jeder passend erscheinenden Gelegenheit nur über den eigenen Status als Randsportart zu jammern und in Olympiajahren auf die stolze Bilanz der Sportschützen hinzuweisen, sondern dass zeitgemäße Mittel notwendig sind, die das Sportschießen für Teilnehmer und Publikum attraktiver machen. Mit der Großveranstaltung in Münster und den rundenmäßig wiederkehrenden Wettkämpfen in Vorarlberg sollte es den engagierten Initiatoren gelingen, mehr als nur einen kräftigen Anfangsimpuls zu setzen. Was folgen muss, ist die kontinuierliche Einbindung der Verantwortungsträger oberhalb und unterhalb der eigenen Funktion wie auch in der Nachbarschaft, ferner eine örtlich angepasste Öffentlichkeitsarbeit in den Dörfern und Bezirken, eine professionelle, sprich: verlässliche Medienarbeit und was leider sehr oft vergessen wird: eine gewissenhafte Betreuung der Sponsoren und sonstigen Förderer. – Denn die Unterstützung aller wird man auch in Zukunft brauchen. Das Um und Auf, den Schießsport auch außerhalb der eigenen Reihen bekannter und beliebter zu machen, liegt in der Steigerung seiner Attraktivität. Gelingt das, gibt es Zuschauer und steigt neben dem Medieninteresse auch das Interesse potentieller Sponsoren. Was nicht passieren darf, ist das Losbrechen von Diskussionen innerhalb der Schießsportgemeinde, wenn es darum geht, die Tradition gegen neue Begriffe in Schutz zu nehmen. „Zielsport“ sollte kein Begriff sein, mit dem jemand das „gemeinsame Boot“ der Jäger, Schießsportler, Waffenbesitzer und Waffensammler verlassen muss, sondern eher eine Wortwahl in einem Marketing, das vorrangig bei jungen Menschen, ihren Lehrern und Eltern das Interesse am Schießsport weckt. So gesehen haben die Vorarlberger im Interesse des österreichischen Schießsports bereits einen mutigen Schritt getan und, was ebenso wichtig ist, andere davon etwas wissen lassen. heb |