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Schießsport mit Tradition
und Fortschritt
Viele Beweise, dass das österreichische Schützenwesen mit seinen tragenden Säulen Sportschießen und Traditionspflege lebt, haben uns die letzten Wochen geliefert. Diese einleitenden Sätze waren in der Juli-Ausgabe des Jahres 2000 Teil eines Leitartikels in der ÖSZ. Dass die meisten davon nach nunmehr zweieinhalb Jahren noch immer Gültigkeit haben, zeigen uns die letzten Monate des Jahres 2002. Die Traditionpflege als eines der beiden Standbeine des österreichischen Schützenwesens hat im Salzkammergut mit dem Obertrauner "Weltkulturerbe-Schießen mit Kapselbüchsen" nicht nur gezeigt, dass sie blüht und gedeiht, sondern mit dem "Leo-Böhm-Gedenkschießen des Klosterneuburger Schützenvereins 1288" weitere wertvolle Impulse erfahren. Sie wird auch in Zukunft ihren Platz in der Österreichischen Schützenzeitung haben. Das Sportschießen, namentlich jenes mit großkalibrigen Faustfeuerwaffen, hat in der ÖSZ seit Juli 2000 ausreichende Beachtung gefunden. Wenn dabei einzelne Namen zu oft oder andere, was ebenfalls zu hören war, zu wenig aufgeschienen sein sollten, dann ist das in erster Linie darauf zurückzuführen, dass ihre Leistungen der ÖSZ gegenüber rechtzeitig bzw. im negativen Fall überhaupt nicht oder zu spät aufgezeigt worden sind. Dem Silhouettenschießen und den FFW-Disziplinen im VSGÖ wird von der ÖSZ bereits seit Jahren die Gelegenheit geboten, sich der schießsportinteressierten Öffentlichkeit vorzustellen, und zwar ohne Rücksicht darauf, ob diese Verbände dem Österreichischen Schützenbund angehören oder nicht. Dieser Vertrauensvorschuss wurde bisher nicht enttäuscht und die fortschrittliche Entwicklung mit Genugtuung registriert. Als Rückschritt in der schießsportlichen Weiterentwicklung muss man leider die Vorkommnisse im Zusammenhang mit der Armbrust-Europameisterschaft 2002 in Frankreich werten, wo sich gleich mehrere Nationen handstreichartig über bestehende Verbandsregeln hinweggesetzt und jegliche Kompromissbereitschaft verweigert haben. Dass solche Vorgangsweisen innerhalb der Grenzen Österreichs bisher noch nicht Fuß fassen konnten, ist besonnenen Funktionären und Schießsportlern zu verdanken. Auf das SGKP-Schießen bezogen, sollte man sich also im Interesse der im Gang befindlichen Weiterentwicklung auch jenen gegenüber gesprächsbereit zeigen, die in ihrer Gesprächskultur einmal übers Ziel geschossen haben. - Verschwörungstheorien nachzuhängen und von der Österreichischen Schützenzeitung Hofberichterstattung zu erwarten, wäre mit Sicherheit kein Fortschritt. heb |